Nazi-Kriegsverbrecher: In zwei Wiener Kirchen hängen Gedenktafeln für Alexander Löhr


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Die katholische Kirche hat Probleme mit ihrem rechten Rand. In zwei Wiener Militärkirchen sind noch immer Gedenktafeln für den Wehrmachtsgeneral und verurteilten Kriegsverbrecher Alexander Löhr angebracht.


Von Christa Zöchling|profil online

Mitten in der Einkaufshölle Mariahilfer Straße liegt die Wiener Stiftskirche, ein Ort der Stille. Mit dem weitläufigen Gebäudeblock der Stiftskaserne verschmolzen, ist sie leicht zu übersehen. Tagsüber lassen sich Passanten mit ihren Einkäufen für Augenblicke in dem dunklen Kirchenschiff nieder. Die Morgenmesse an zwei Tagen in der Woche wird von einem verschworenen Grüppchen besucht; vorwiegend sind es gebrechliche Alte. Man kennt einander, man stützt einander beim Niederknien und beim Hochkommen vom rotsamtenen Brett. Ein längst pensionierter, aber noch aktiver Prälat steht hinter dem Altar und führt die dünnen Stimmen an. Der Altartisch ist mit einem Tuch drapiert, auf dem ein großes Eisernes Kreuz prangt. Diese – ursprünglich preußische – Kriegsauszeichnung war unter den Nazis populär geworden.

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