Päpstliche Leibwache in der Krise: Helm ab für die Schweizergarde


Schweizergardist mit Morion, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 at
Der Chef gefeuert, die Mannschaft verunsichert: Im Vatikan steckt die pittoreske Schweizergarde in einer tiefen Krise. Wird die Truppe zur bloßen Touristenattraktion abgestuft – oder gar ganz abgeschafft?


Von Hans-Jürgen Schlamp|SpON

Sie haben sich in Stücke hauen lassen, damals bei der Plünderung Roms durch deutsche, spanische und italienische Landsknechte. 147 der 189 Gardisten starben, als sie im Mai 1527 die Flucht von Papst Clemens VII. in die Engelsburg deckten. Genutzt hat es zwar nicht viel, bald darauf musste sich der Papst ergeben. Aber den Ruf der Schweizergarde hat es begründet, ihren katholischen Herren „treu, redlich und ehrenhaft“ zu dienen. So schwört es noch heute jeder Gardist, „bereit, wenn es erheischt sein sollte, selbst mein Leben für sie hinzugeben“.

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