Unsere Kirche zu „Pegida“


Symbolbild.
Symbolbild.
Als evangelisch.de-Redaktion haben wir uns mit dem Videoclip #nichtinmeinemnamen zu „Pegida“ positioniert. Das hat die Frage aufgeworfen: Wie stellen sich die Landeskirchen zu „Pegida“? Spricht man mit Sympathisanten oder gar den Anführern? Wir haben einige Landesbischöfe nach ihrer Meinung gefragt.


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Ilse Junkermann – Mitteldeutschland

Ilse Junkermann glaubt an ein Versäumnis. „Die Schicksale der DDR-Bürger wurden von der Politik individualisiert“, und damit nicht ernst genommen, sagt sie. Nun bekämen wir unter anderem die Rechnung dieser Menschen: „Viele derer, die bei ‚Pegida‘ mitlaufen, fühlen sich entheimatet.“ Die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKMD) plädiert für Gesprächsangebote in den Gemeinden, sollte es soweit kommen, dass „Pegida“ auch auf dem Gebiet der EKMD demonstriert.

„Ich bin gegen jede Form von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus und spreche mich gegen die Sprechchöre und Parolen der Demonstranten aus“, sagt Ilse Junkermann. Die EKMD als Institution hat sich bisher noch nicht darüber beraten, wie sie mit der Bewegung umgeht, falls es überhaupt zu Demonstrationen kommt.

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