PEGIDA: Das deutsche Festival des Wahnsinns


Bild: pegida/FB, Screenshot:BB
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Bei den jüngsten Protesten wächst auseinander, was nicht zusammengehört: auf der einen Seite die Politik, die verordnet, was man hierzulande meinen darf – auf der anderen das angeblich „dumme“ Volk.


Von Henryk M. Broder|DIE WELT

Was haben wir uns aufgebläht und vor Überlegenheit gebebt, wenn in anderen Ländern die Wahlergebnisse bekannt gegeben wurden. Diese Holländer mit ihrem Geert Wilders! Die Franzosen mit Marine Le Pen! Beppe Grillo in Italien, Pia Kjærsgaard in Dänemark, Nigel Farage in Großbritannien, die Schwedendemokraten in Schweden, der Vlaams Belang in Belgien, die Goldene Morgenröte in Griechenland – überall in Europa drängten „Rechtspopulisten“ an die Macht. Und wir, wir konnten es nicht fassen.

Mehr noch, wir waren empört, entsetzt, geschockt und angewidert. Und als die Schweizer über ein Verbot von Minaretten in ihrem Land und eine Begrenzung der Einwanderung abstimmten, haben wir den Schweizern über den Rheinfall von Schaffhausen hinweg zugerufen: So nicht, liebe Eidgenossen, ihr macht eure Demokratie kaputt!

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2 Comments

  1. Aus dem Spiegel
    Ein Undercover-Reporter von RTL ging auf einer Pegida-Demo so in seiner Rolle auf, dass er in einem Interview mit der ARD-Sendung „Panorama“ ausländerfeindliche Sprüche von sich gab. Erst nach Veröffentlichung des Beitrags gab er sich als Reporter zu erkennen und sorgte somit für einen Eklat

    Der Sender hat den Mann gefeuert

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  2. Es macht nicht den Eindruck als wäre in der Schweiz die Demokratie kaputt gegangen, Herr Broder. Ihre Bedenken sind ja zu verstehen (ein gebranntes Kind (oder auch Volk) scheut das Feuer) aber Demokratie bedeutet natürlich auch, dass jedermann frei seine Meinung äussern darf.

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