Abendmahl für Wiederverheiratete soll möglich sein


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Dürfen geschiedene Katholiken, die wieder geheiratet haben, demnächst mit dem Segen der Kirche zur Kommunion gehen? Der Deutschen Bischofskonferenz schlägt in der Streitfrage eine Reform vor.


DIE WELT

Die deutschen Bischöfe wagen sich aus der Deckung: Auf die Frage „Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene – ja oder nein?“ antworten sie mit einer Art Jein: Grundsätzlich sollte es nach ihrem Willen möglich sein – aber keinesfalls immer, sondern nur im begründeten Einzelfall.

Nach der derzeitigen Linie der Kirche dürfen Katholiken, die geschieden sind und dann wieder geheiratet haben, nicht zur Kommunion gehen. Kaum ein Katholik in Deutschland findet das noch zeitgemäß. Vielen kommt es sogar reichlich gemein vor: Da ist unter Umständen jemand von seinem Partner betrogen und mit den Kindern sitzen gelassen worden, hat dann wieder sein Glück gefunden und neu geheiratet – und wird von der Kirche dafür bestraft. Wenn alle anderen in der Messe zur Kommunion gehen, muss die- oder derjenige still in der Bank sitzen bleiben. Zumindest offiziell, die Praxis sieht oft anders aus.

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2 Comments

  1. Ja soll man die, die „still in der Bank sitzen bleiben“ müssen jetzt auch noch bedauern? Einerseits sind die ja an ihrem armseligen, abhängigen Zustand selbst Schuld. Andererseits ist es für empatisch eingestellte Menschen schwer, sich vom Leid anderer (auch von ihrem psychischen Leid) abzuwenden. Also, bedauern wir halt die religiotsgeschädigten Hinterbänkler, helfen kann man da sowieso meistens nicht. Das einzige was für sie noch bliebe, wäre die Einsicht und die Erkenntnis, dass man restlos veräppelt wird. Aber das würde schon wieder unter die Kategorie „Wunder“ fallen. 😉

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