Weihnachten: Das Fest der Lügen


Christoph Heckwolf, Daniel Marciniak, Valeska Ober-Jung und Mareike Seipel (von links).Foto: peter-juelich.com
Wieso verhalten wir uns an den Weihnachtsfeiertagen so, wie wir es tun? Masterstudenten haben sich mit Klischees und Ritualen in der Adventszeit beschäftigt. Jetzt liegen erste Forschungsergebnisse vor.


Von Hannah Weiner|Frankfurter Rundschau

Wir lügen überdurchschnittlich viel. Wir bestätigen konservative Rollenbilder. Wir streiten über Geschenke, das Essen und Rituale. Was an Weihnachten in unseren Wohnzimmern vor sich geht, klingt so gar nicht nach Besinnlichkeit. Zumindest nicht laut den Ergebnissen einer Lehrforschungsgruppe der Frankfurter Goethe-Universität, die das Christfest aus soziologischer Seite betrachtet hat.

Die Ausgangsfrage der von 15 Studenten und Professor Christian Stegbauer betriebenen „Weihnachtssoziologie“ war: Wieso verhalten wir uns an den Feiertagen so, wie wir es tun? Die Studierenden erforschten über zwei Semester, wie etwa nach veralteten Geschlechterrollen Geschenktipps gegeben werden und wieso das Fest der Liebe zum ausgehandelten „Deal“ wird.

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2 Comments

  1. Wir haben als Atheisten auch einen beleuchteten Wehihnachtsbau, übrigens einen Plastikbaum gut 30 Jahre alt. Die Familie ist über den Erdball versteut bis zu 20.000 km entfernt Teilweise hat man seit 20 Jahren nicht miteinander gesprochen. Wir verpacken kleine Hundekuchen als Geschenk, die sich unser Hund Susi vom Gabentisch holt, sauber auswickelt und verspeist. Das war Weihnachten, was wir sonst brauchen kaufen wir gemeinsam nach abgestimmten Kriterien. Da ist genug Plat für nette Überraschungen, die nicht an ein Datum gebunden sind

    Was uns an Weihnachten anspricht ist die nette Athmosphäre des Festes, das hat weder etwas mit Religion noch mit dem religiös absurden Kult des Festes zu tun.

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