Aiman Mayzek: „Die Religion wurde gekidnappt“


Aiman Mazyek (Bild: Wikimedia Commons/Jakub Szypulka)
Aiman Mazyek (Bild: Wikimedia Commons/Jakub Szypulka)
Aiman Mazyek wirbt seit Jahren unermüdlich für religiöse Toleranz. Angesichts des IS-Terrors und der „Pegida“-Bewegung ist das derzeit nicht eben eine leichte Aufgabe. Ein Gespräch mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland.


Von Joachim Zinsen|Aachener Zeitung

Herr Mazyek, was war für Sie im ausgehenden Jahr das schönste Ereignis, die schönste Erfahrung?

Mazyek: Spontan fällt mir die Fußball-Weltmeisterschaft und insbesondere das Spiel Deutschland gegen Brasilien ein. Fünf Minuten nach dem Anpfiff begann auch das Fastenbrechen. Ich saß mit meiner Familie im Wohnzimmer vor dem Fernseher und wir bekamen die Bissen kaum herunter, weil ein Tor nach dem anderen fiel. Zur Halbzeit waren die Teller immer noch voll. Für mich war dieser Juli-Abend als Muslim und Fan der Nationalmannschaft ein doppelter Feiertag.

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1 Comment

  1. Anhänger von Leuten, welche seit ewigen Zeiten geistiges Kidnapping betreiben, reden jetzt von Kidnapping der Religion. Witzig!
    Gehört allerdings u.a. zur religiotischen Taktik. Denn, wenn jemand z.B. etwas wie den obigen, seltendämlichen Erfahrungsbeitrag über die „Fußball WM in Verbindung mit Fastenbrechen“ toll findet, nimmt er gewiss auch die „Mär von der Richtigkeit einer Religion“ kritiklos, ja wahrscheinlich sogar hochentzückt, an. (Herr oder Allah oder wer immer, bitte lass Gras wachsen!)

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