Amal Clooney: Menschenrechtsanwältin gegen türkischen Völkermord-Leugner

George Clooneys Frau Amal ist eine angesehene Menschenrechtsanwältin, die nicht nur im gesellschaftlichen Leben glänzt (Flickr/George Clooney è pronto a sposare la sua Amal: la coppia è a Venezia 27. September 2014 by Hot Gossip Italia CC BY 2.0).
Die Menschenrechtsanwältin Amal Clooney vertritt Armenien in einem Prozess am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Es geht um einen türkischen Politiker, der den Völkermord an den Armeniern leugnet. Das ist und bleibt auch die offizielle Position der türkischen Politik.


Deutsch Türkische Nachrichten

War das Massaker an 1,5 Millionen Armeniern im Ersten Weltkrieg Völkermord? Frau Clooney gehört einem Team an, das Armenien ab nächsten Mittwoch in einem Prozess am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vertritt. Der Prozess läuft gegen einen türkischer Politiker, der von der Schweiz verklagt worden war.

Er hatte geleugnet, dass der Völkermord an den Armeniern jemals stattgefunden hatte. Dem Schweizer Gericht zufolge, zitiert The Telgraph, hätten seine Motive eine „rassistische Tendenz“ gehabt.

Der Fall Doğu Perinçek

Doğu Perinçek, der Vorsitzende der Türkischen Arbeiterpartei hatte 2005 den Völkermord an den bis zu 1,5 Millionen Armeniern in der Schweiz als eine „internationale Lüge“ bezeichnet. 2008 hatte ihn ein Schweizer Gericht der „Völkermordlüge“ für schuldig befunden. Mr Perinçek ging am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Revision. Und bekam 2013 Recht: Mit der Begründung, dass die Schweiz sein Recht auf freie Meinungsäußerung missachtet hätte.

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Saudi preacher who ‚raped and tortured‘ his five -year-old daughter to death is released after paying ‚blood money‘

Local reports say public anger over the settlement is growing across Saudi Arabia. Image: independent.co.uk
A ‘celebrity’ Saudi preacher accused of raping, torturing and killing his five-year-old daughter has reportedly been released from custody after agreeing to pay ‘blood money’.


By John Hall|THE INDEPENDENT

Fayhan al-Ghamdi had been accused of killing his daughter Lama, who suffered multiple injuries including a crushed skull, broken back, broken ribs, a broken left arm and extensive bruising and burns. Social workers say she had also been repeatedly raped and burnt.

Fayhan al-Ghamdi admitted using a cane and cables to inflict the injuries after doubting his five-year-old daughter’s virginity and taking her to a doctor, according to the campaign group Women to Drive.

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Grundrecht gegen das Gedankenlesen

Bild: BB
Bild: BB
Das ist bald keine Science-Fiction mehr: Staaten und Firmen sammeln Neurodaten und kontrollieren so unsere Gedanken und Gefühle. Der Datenschutz ist diesem Angriff auf die Privatsphäre bisher nicht gewachsen.


Von Dara Hallinan, Philip Schütz, Michael Friedewald und Paul de Hert|Süddeutsche.de

Gedankenfreiheit ist das Herzstück einer demokratischen Ordnung. In Zeiten der massenhaften Überwachung physischer und virtueller Räume ist der menschliche Geist die letzte Bastion absoluter Freiheit und Privatheit. So könnte man meinen – doch auch diese Bastion scheint zu bröckeln. Denn es werden mehr und mehr Neurodaten gesammelt, also Daten zu den Abläufen im Gehirn.

Anfänglich wurden Neurodaten zu medizinischen Zwecken verwendet. Man erhoffte sich zum einen, durch bildgebende Verfahren wie der Kernspintomographie (MRT) neurologische Erkrankungen besser zu verstehen. Zum anderen entdeckte man mit der Elektroenzephalographie (EEG) – die durch das Gehirn produzierte elektrische Impulse misst -, dass Menschen mit ein wenig Übung in der Lage waren, diese Impulse zu kontrollieren.

Daraufhin wurden Brain-Computer-Interfaces (BCIs) entwickelt. So konnten etwa Patienten mit Locked-in-Syndrom – die sich trotz vollem Bewusstsein weder bewegen noch körperlich mit ihrer Umwelt interagieren können – wieder über einen Bildschirm mit anderen kommunizieren. Ein weiteres Beispiel ist das Mindwalker-Projekt, das querschnittsgelähmte Menschen mit Hilfe eines gedankengesteuerten Exoskeletts zum Gehen befähigen soll.

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Gotteslästerung ist ein Menschenrecht

der_die_das_gottDer Blasphemie-Paragraph gehört abgeschafft. Der Wunsch von Konservativen, die Strafen für Gotteslästerung im Gegenteil noch zu verschärfen, geht ohnehin ins Leere: Denn er beruht auf der falschen Annahme, der Paragraph 166 schütze religiöse Gefühle


Von Alexander Grau|Cicero

Pluralistische Gesellschaften sind anstrengend, keine Frage. Man muss ertragen, dass andere Menschen einen anderen Geschmack haben, andere Ansichten und andere Moralauffassungen. Besonders gemeine Zeitgenossen machen sich sogar über den Lebensstil anderer lustig oder ziehen in den Schmutz, was diesen lieb und teuer ist. Das nervt und kann verletzend sein.

So richtig empfindlich reagieren Menschen, wenn ihr religiöser Glaube, dessen Symbole oder Institutionen angegriffen werden. Das ist zunächst nicht verwunderlich. Denn für viele Menschen ist Religion nach wie vor das, „was uns unmittelbar angeht“, wie es der protestantische Theologe Paul Tillich einmal formulierte. Und selbst für diejenigen, die es weniger existentialistisch sehen, ist jeder Angriff auf ihre Religion immer auch eine Attacke auf die eigene Kultur, auf Traditionen oder wertvolle Erinnerungen.

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Die katholische Dümmlichkeit eines Dodos

weihbischof-andreas-launAndreas Laun, Hilfsbischof in Salzburg, steht wegen eines NS-Vergleichs in der Kritik.

Laut einem Bericht der Online-Ausgabe des deutschen Schwulen-Magazins „Männer“ vom Dienstag soll er  im vergangenen November bei einem Vortrag im deutschen Trappisten-Kloster Mariawald (Nordrhein-Westfalen) das Tolerieren des Engagements Homosexueller gegen Homophobie mit dem Schweigen zu den Verbrechen der NS-Diktatur verglichen haben.

Der im Zölibat lebende Laun hat ein Lieblingsthema. Sex, Sexualität, Ehe, Familie, Kinder. Seine Kompetenz bezieht er aus der Bibel. Und für seine NS-Vergleiche ist er bekannt. Abtreibung ist Euthanasie, wohl wissend dass er sich hier der Diktion national-sozialistischer Ideologie bedient. Moralische Argumente gegen konkrete soziale, gesundheitlich Aspekte beim Thema Abtreibung. Ursächlich kamen solche Vergleiche vom katholischen Taliban Meisner, aus Köln. Meisner ist hinsichtlich reaktionärem Konservatismus ein anderes Kaliber und ein Vergleich mit dem dümmlich-naiven Laun verbietet sich von selbst.
Es ist usus in der katholischen Kirche Wertungen, Vergleiche mit dem Nationalsozialismus vorzunehmen. Das soll die Gegner gut-katholischer Denk-und Verhaltensweisen diskreditieren. Seine bigotte Katholiken-Moral kann er mit der Nazikeule erschlagen, da hat Laun gute Erfahrungen.

Im Internet, auf katholischen Plattformen wird seit Monaten eine Studienreise des Dodos nach Island beworben. Island ist für seine Pflege von mysthischen Gestalten bekannt, Riesen, Trolle, Elfen, Feen und Hexen. Man findet auf der Insel bestimmt einen Stein, Gletscher, Felsen oder einen Bach wo sich der Katholen-Troll Laun häuslich einrichten kann.

 

Islamgesetz für Deutschland? Geregelte Religion

islam_christentumIn Österreich gibt es seit 1912 ein Islamgesetz, das muslimische Religionsgemeinschaften anerkennt. Jetzt soll es sie stärker kontrollieren helfen. In der Union wird nun überlegt, dies auch auf Deutschland zu übertragen.


Von Andrea Dernbach|DER TAGESSPIEGEL

Die Österreicher haben es seit mehr als 100 Jahren – aber braucht auch Deutschland ein Islamgesetz? In der Union gibt es dazu offenbar Überlegungen. Nach Informationen des Tagesspiegels ist derzeit eine kleine Arbeitsgruppe in Gründung, der ein halbes Dutzend Politikerinnen und Politiker aus Bund und Ländern angehören. Sie wollen sich demnach auch damit beschäftigen, was von den österreichischen Plänen – die Novelle des alten Gesetzes wird zurzeit im Parlament in Wien beraten – auf Deutschland übertragbar wäre. Bestätigen will die Existenz der Gruppe keines der mutmaßlichen Mitglieder, Regelungsbedarf allerdings sieht etwa der Bundestagsabgeordnete Jens Spahn schon: „Es stellen sich jedenfalls eine Reihe von Fragen zum Islam in Deutschland“, sagte er dem Tagesspiegel.

„So kann es nicht dauerhaft richtig sein, dass noch immer ein Großteil der Imame in deutschen Moscheen kein Wort Deutsch spricht und nur für einen begrenzten Zeitraum aus der Türkei rübergeschickt wird. Ziel muss es sein, dass deutlich mehr Imame und Religionslehrer als bisher auch hier in Deutschland ausgebildet wurden.“

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Winston Churchill und die Erfindung des Iraks

Soldaten um 1916 in der irakischen Wüste | © Central Press/Getty Images
Aus der Konkursmasse des Osmanischen Reichs ging vor rund 100 Jahren auch der Krisenstaat im Zweistromland hervor. Maßgeblich daran beteiligt war der spätere britische Premier Winston Churchill.


Von Georg Brunold|ZEIT ONLINE

Der Irak war einmal weiter nichts als ein westiranisches Berggebiet zwischen den Städten Ghom und Kermanschah. „Irak, a province of Persia“, entnimmt man der 11. Ausgabe der Encyclopædia Britannica von 1910/11. Noch ahnt niemand, dass zehn Jahre später ein Staatsgebilde dieses Namens aus drei ganz ungleichen Provinzen des Osmanischen Reichs hervorgehen soll – und dies auf eine Art und Weise, die dem Land bis heute zusetzt und es nicht zur Ruhe kommen lässt.

Der Vielvölkerstaat, gegründet 1299 von Osman I. auf einem Gebiet, so groß wie die Schweiz, mit der Hauptstadt Bursa südlich des Marmarameers, erstreckt sich im Jahr vor dem Ersten Weltkrieg noch immer im Osten bis zur Golfküste Arabiens und im Süden bis hinunter nach Jemen. Am 29. Oktober 1914 läutet der Kriegseintritt Konstantinopels an der Seite der Mittelmächte Deutschland und Österreich seinen Untergang ein. Mit diesem Jahrhundertlapsus, eingeflüstert durch alte Ängste vor Russlands Expansionsbestrebungen in Richtung Südmeer, beginnt über dem Vorderen Orient die Moderne zu dämmern.

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Wer Blogger auspeitscht, ist nicht mein Partner

Im kanadischen Ottawa lebt die Frau des Bloggers und organisiert regelmäßig Demonstrationen zur Freilassung ihres Mannes . REUTERS
Man kann nicht „Verbündeter“ des Westens sein und dann auf die Werte des Westens pfeifen. Der Fall des vom Tod unter der Peitsche bedrohten saudischen Bloggers Raif Badawi schreit zum Himmel.


Von Andrea Seibel|DIE WELT

Und wieder wurde die Auspeitschung des saudi-arabischen Bloggers Raif Badawi ausgesetzt. Zumindest das haben die internationalen Proteste bewirkt. Eine gewisse Zurückhaltung der Nomenklatura, ein Zögern, ein Hauch von Irritation im Gewaltregiment mittelalterlich anmutender Potentaten ist zu erkennen, das keinen Unterschied macht in seinen unmenschlichen Bestrafungen zum Terror des IS. Dem saudi-arabischen Königshaus, mit hypertrophen dynastischen Querelen belastet, schwimmen die Felle davon.

Man kann nicht „Verbündeter“ des Westens sein und dann, wie so viele Ölstaaten, auf die Werte des Westens pfeifen. Wenn es eine Lektion der Geschichte gibt, dann die, dass der Feind meines Feindes (Iran) eben nicht mein Freund ist, weil es mir zwischenzeitlich in die Geschäfte passt, sondern mein Feind bleibt, oder zumindest ein Fremder. Alle die, die dies jahrzehntelang als „Realpolitik“ bezeichnet haben, sollten aufwachen aus ihren Lügen.

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US-Staat Ohio stoppte alle geplanten Hinrichtungen

Themenbild. katzenelson.blogspot.com
Beschaffung neuer Substanzen für Tötungen soll sichergestellt werden


derStandard.at

Der US-Staat Ohio hat alle für dieses Jahr geplanten Hinrichtungen ausgesetzt. Die zuständige Gefängnisbehörde begründete den Schritt am Freitag mit anhaltenden Vorbereitungen für die Umsetzung neuer Richtlinien bei der Vollstreckung der Todesstrafe. Zudem solle die Beschaffung neuer Substanzen sichergestellt werden, die zu Tötungen eingesetzt werden.

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In Ohio sollten 2015 sechs Menschen hingerichtet werden. Die Exekutionen wurden auf 2016 verschoben.

Evidenz für eine flüssige Sonne

Bei genauem Hinsehen ist die Sonnenoberfläche ein beachtliches Flickwerk aus Granulen auf diesem sehr hoch aufgelösten Bild der ruhigen Sonne. Die Granulen, die durch Konvektion entstehen, sind heiße, aufsteigende Säulen aus Plasma, die von dunklen Bahnen aus kühlerem, absinkendem Plasma gesäumt sind. Doch die hoch aufgelöste Ansicht zeigt, dass die dunklen Bahnen von sehr kleinen, kontrastierenden hellen Punkten gesprenkelt sind. Die hellen Punkte, die ständig auf der Sonnenoberfläche vorhanden sind, scheinen in keinem Zusammenhang mit Sonnenflecken zu stehen, die mit dem magnetischen Sonnenzyklus kommen und gehen. Nichtsdestotrotz sind die hellen Punkte Regionen konzentrierter Magnetfelder und hell, weil der magnetische Druck heißeren, tiefer gelegenen Schichten unter der Photosphäre ein Fenster öffnet. Zur Größenordnung: der weiße Balken links unten entspricht 5.000 Kilometern auf der Sonnenoberfläche. Das scharfe Schmalbandbild wurde im September 2007 mit dem schwedischen Sonnenteleskop auf der astronomischen Insel La Palma aufgenommen.
Bei genauem Hinsehen ist die Sonnenoberfläche ein beachtliches Flickwerk aus Granulen auf diesem sehr hoch aufgelösten Bild der ruhigen Sonne. Die Granulen, die durch Konvektion entstehen, sind heiße, aufsteigende Säulen aus Plasma, die von dunklen Bahnen aus kühlerem, absinkendem Plasma gesäumt sind. Doch die hoch aufgelöste Ansicht zeigt, dass die dunklen Bahnen von sehr kleinen, kontrastierenden hellen Punkten gesprenkelt sind. Die hellen Punkte, die ständig auf der Sonnenoberfläche vorhanden sind, scheinen in keinem Zusammenhang mit Sonnenflecken zu stehen, die mit dem magnetischen Sonnenzyklus kommen und gehen. Nichtsdestotrotz sind die hellen Punkte Regionen konzentrierter Magnetfelder und hell, weil der magnetische Druck heißeren, tiefer gelegenen Schichten unter der Photosphäre ein Fenster öffnet. Zur Größenordnung: der weiße Balken links unten entspricht 5.000 Kilometern auf der Sonnenoberfläche. Das scharfe Schmalbandbild wurde im September 2007 mit dem schwedischen Sonnenteleskop auf der astronomischen Insel La Palma aufgenommen.Credit: J. Sanchez Almeida (IAC) et al.
Eine bisher wenig erforschte Form von metallischen Wasserstoff könnte den herrschenden Theorien über unseren Stern den Boden entziehen. Die solare Astrophysik steckt den Kopf in den Sand


Von Alexander Unzicker|TELEPOLIS

Man wird das Gefühl nicht los, dass künftige Generationen einmal den Kopf schütteln werden, dass man die Bilder einer spektakulären Sonneneruption wie dieser jemals anders interpretiert hat als flüssiges Material, das aus einer brodelnden Sonnenoberfläche herausgeschleudert wird. Zu deutlich sind die Spuren der Zerstäubung, zu evident das explosionsartige Aufleuchten, als das zurückfallende Material auf die Sonnenoberfläche prallt.

Einen schweren Stand hat dagegen hat die Hypothese des Standard-Sonnenmodells, nach dem es diese Oberfläche gar nicht geben darf. Sie sei nur eine Illusion, die durch Gas- bzw. Plasmaschichten verschiedener Dichte hervorgerufen werde. Aber die phantastischen Bilder von der Sonne sind einfach viel zu strukturiert, als dass sie mit einem einzigen Aggregatzustand erklärt werden können. Die brodelnde Oberfläche ist nicht nicht nur eine oft gebrauchte Metapher, sondern eine sich dem unvoreingenommenen Beobachter aufdrängende Realität. Die konventionelle Astrophysik weigert sich dennoch, darüber auch nur zu diskutieren, obwohl Pierre-Marie Robitaille, ein renommierter Wissenschaftler, dafür ausgezeichnete Argumente anführt (vgl. Ist die Sonne wirklich gasförmig?).

Unberücksichtigte Doppelnatur des Wasserstoffs

Der Grund, weswegen man an die so gut sichtbare Oberfläche nicht glauben mochte, liegt darin, dass man flüssigen Wasserstoff in der Photosphäre bisher für ein Ding der Unmöglichkeit hielt. Dies ist falsch, denn Wasserstoff könnte dort sehr wohl in einer flüssigen metallischen Form unter moderaten Druckbedingungen existieren. Der Grund dafür ist eigentlich gar nicht schwer zu verstehen, verlangt aber einen kurzen Ausflug in elementare Chemie.

Die sogenannten Alkalimetalle haben gemeinsam, dass sie ein nur schwach gebundenes Elektron in ihrer äußersten Schale gerne abgeben und einer elektrisch leitenden „Ladungswolke“ zur Verfügung stellen, während die positiv geladenen Atomrümpfe ein Gitter oder eine Flüssigkeit bilden. Betrachtet man die Reihe der Alkalimetalle (von schwer nach leicht) Rubidium, Kalium, Natrium und Lithium, so fällt auf, dass die Siedepunkte kontinuierlich von 930 Kelvin[1] (Rb), 1050 K, 1150 K bis auf 1600 K beim Lithium ansteigen.

Gäbe es noch ein leichteres Alkalimetall, müsste man es wohl in einem flüssigen Zustand noch bei mehreren Tausend Kelvin erwarten. Dieses noch leichtere, „nullte“ Alkalimetall ist Wasserstoff, worauf bereits 1935 die Physiker Huntington und Wigner (ein Nobelpreisträger) hingewiesen hatten. Überraschenderweise hat Wasserstoff als leichtestes und einfachstes Atom, das nur aus Proton und Elektron besteht, die besondere Eigenschaft, sich in zwei grundverschiedenen „Gesellschaftsformen“ zu organisieren, nämlich einerseits als Metall, andererseits als gewöhnliches zweiatomiges Molekül.

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Wer sind die Evangelikalen?

Evangelikale Kirche. Bild: daserste.de
Hinter dem Begriff „Evangelikale“ verbirgt sich ein breites Spektrum verschiedenster Glaubensgemeinschaften wie Pfingstgemeinden, Freikirchen, Gemeinschaften der charismatischen Bewegung oder Gemeinden evangelischer Landeskirchen.


mittagsmagazin ARD

„Das Wort „evangelikal“ wurde zunächst im 16. Jahrhundert in England für die Anhänger der Reformation innerhalb des englischsprachigen Raumes benutzt, bedeutete also nichts anderes als das deutsche Wort „evangelisch“. Später wurde der Begriff durch die Bezeichnung „protestantisch“ verdrängt, bevor er im Rahmen der Erweckungsbewegung des 18. Jahrhunderts in England wieder auftauchte.
1846 schlossen sich in London die Evangelikalen aus vielen Ländern zur Evangelical Alliance zusammen. Aus einer Bezeichnung für die Protestanten überhaupt wurde nun endgültig ein Begriff für eine bestimmte innerprotestantische Bewegung, die auf Bekehrung und Treue zum Wort Gottes Wert legte. Während die traditionellen Kirchen Mitglieder verlieren, sind die sogenannten Evangelikalen im Aufwind.

Was glauben Evangelikale?

Die Bibeltreue spielt bei Evangelikalen eine zentrale Rolle. Die 2000 Jahre alte Botschaft darf ihrer Ansicht nach nicht verändert werden. Gesellschaftliche Entwicklungen dürfen demnach bei der Auslegung der Bibel keine Rolle spielen. Für evangelikalen Fundamentalismus sind verschiedene Abgrenzungen charakteristisch: gegen den Feminismus, die Evolutionslehre, den Pluralismus, die historisch-kritische Bibelauslegung.

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Bundestag bringt Kommission zur Aufarbeitung von Missbrauch auf den Weg

Bild: WAZ
Bild: WAZ
Der Bundestag hat am Freitag die Weichen für eine unabhängige Kommission zur Aufarbeitung der Missbrauchsskandale gestellt.


evangelisch.de

Über einen entsprechenden Antrag der Koalitionsfraktionen Union und SPD wird nun in den Ausschüssen beraten. Die Kommission aus unabhängigen Experten soll beim Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, angesiedelt und vom Bund finanziert werden.

Nach Angaben von Rörig sind rund drei Millionen Euro pro Jahr erforderlich. Entscheidend sei, dass das Geld von der Bundesregierung zusätzlich bereitgestellt werde, forderte die stellvertretende Vorsitzende der Grünen- Fraktion, Katja Dörner. Die Kommission soll Anfang 2016 für die Dauer von Rörigs verbleibender Amtszeit eingerichtet werden, also bis März 2019.

Die Kommission soll Betroffene anhören, deren Berichte dokumentieren und in geeigneter Weise veröffentlichen. Weiter soll sie Berichte der Kirchen und anderer Institutionen auswerten, sie soll Forschungsaufträge vergeben und Empfehlungen aussprechen. Ihr sollen bis zu sieben, ehrenamtlich arbeitende Mitglieder angehören.

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Causa ‚Hollemann‘: ÖDP wehrt sich gegen Verleumdungskampagne

ödp

Partei stellt klar: „ÖDP ist weder rechts noch links sondern eine wertorientierte Partei der Mitte!. Abtreibungen müssen hinterfragt werden dürfen“ – Erzbistum München möchte keine Stellungnahme zur Kampagne gegen einen Lebensschützer abgeben


kath.net

Nachdem am Mittwoch die Wahl von Markus Hollemann als Referent für Umwelt und Gesundheit in der Stadt München gescheitert war, hat sich am Freitag die amtierende Bundesvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) zu den Vorgängen in der bayerischen Landeshauptstadt geäußert. Sie habe absolut kein Verständnis für die Kampagne von Grünen und SPD gegen ihre Partei, sagte Gabriela Schimmer-Göresz laut einer Presseaussendung: „Ich bin in großer Sorge um die Meinungsfreiheit in unserem Land, wenn man sich zu familienpolitischen Fragen in unserer Gesellschaft nicht mehr kritisch äußern darf. Wir bekommen hier langsam ein politisches Klima, welches sich keine demokratische Partei wünschen kann“, so Schimmer-Göresz.

Die Stadtratsparteien hatten zugleich ein Vermittlungsgespräch der ÖDP abgelehnt. „Meiner Ansicht nach ist Hollemann das Bauernopfer eines internen Machtkampfes zwischen CSU und SPD im Münchner Rathaus. Grüne und SPD haben gleichzeitig die Chance gesehen der ÖDP massiv politisch zu schaden. Das wurde eiskalt ausgenutzt!“, so die Bundesvorsitzende der ÖDP.

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Bremen und die reine Lehre

Foto: Maerten van Heemskerck/via Wikimedia Commons "Gideon zerstört Baals Altar", Kupferstich von Maerten van Heemskerck (1498-1574)
Foto: Maerten van Heemskerck/via Wikimedia Commons
„Gideon zerstört Baals Altar“, Kupferstich von Maerten van Heemskerck (1498-1574)
In Bremen reagieren kirchliche Mitarbeiter empört auf die Predigt eines Pastors, der andere Religionen beleidigt. Nun geht es ihnen so wie vielen Muslimen, denen oft Fundamentalismus vorgeworfen wird: Sie müssen sich für ihren Glauben verteidigen.


evangelisch.de

Mitarbeiter der Bremischen Evangelischen Kirche haben sich in scharfen Worten von der umstrittenen Predigt des Bremer Pastors Olaf Latzel (47) distanziert. Latzel beschädige in unerträglicher Weise das Ansehen der Kirche und ihrer Mitarbeiter, heißt es in einer Resolution „für eine Vielfalt der Religionen und gegen Hassprediger“, die am Freitag veröffentlicht wurde. Sie befürchten, dass der Pastor den Boden für Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Gewalt und Hass bereitet.

Kirchliche Mitarbeiter sehen sich nun dem Vorwurf ausgesetzt, ihr Arbeitgeber biete Fundamentalisten Raum. Von der Kirchenleitung erwarten sie deshalb „mehr als ein Bekenntnis zur Vielfalt“. Sie müsse gegen Latzel alle zur Verfügung stehenden disziplinarrechtlichen Mittel ausschöpfen.

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Neil deGrasse Tyson: Black holes remember what they ate — even after they die

neilneil

On a recent episode of StarTalk Radio, astrophysicist Neil deGrasse Tyson explained what happened to the energy and matter “eaten” by a black hole when it dies.


By Scott Kaufman|Raw Story

Reading a question from a listener, co-host Chuck Nice asked, “is it my understanding that a black hole will just vanish and disappear at the end of its life? If that’s so, and ‘E = mc2′ what happens to the energy and all the particles in a vanishing black hole?”

“All black holes evaporate,” Tyson answered. “Every understanding of quantum physics and relativity as advanced to us by the brain-work of Stephen Hawking — and in fact, it’s called ‘Hawking radiation’ — its evaporation [creates] an energy field so intense that matter spontaneous spawns in [it].”

“In so doing, the black hole loses mass,” he continued. “It’s losing mass because it’s sending matter and energy out beyond its event horizon.”

“So there’s no loss of mass or energy. ‘E = mc2′ is still intact. What’s even more amazing is that every atom that went in — if I dropped you into a black hole — there’s an accounting of that.”

“There’s a mysterious quantum accounting of you that went in,” Tyson concluded. “So if you look at the particles that evaporate out from the energy field? That tally will come out equaling the tally of atoms that went in in the first place.”

“The black hole remembers what it ate.”

Flüchtlinge in Deutschland: De Maizière rügt Kirchenasyl

Thomas de Maizière (2012), Bild: wikimedia.org/PD
Mehr als 350 von der Abschiebung bedrohte Flüchtlinge genießen in Deutschland Kirchenasyl – zum Ärger von Innenminister de Maizière. Nach SPIEGEL-Informationen kritisierte er die Praxis bei einem Treffen mit katholischen Bischöfen scharf.


SpON

In der Flüchtlingsdebatte verschärft sich der Ton zwischen Union und katholischer Kirche. Bei einem Treffen des CDU-Präsidiums mit 19 deutschen Bischöfen am Dienstag in Berlin rügte Bundesinnenminister Thomas de Maizière die Kirchenleute nach SPIEGEL-Informationen dafür, dass sie einzelnen Flüchtlingen Unterschlupf gewähren, die von der Abschiebung bedroht sind.

„Als Verfassungsminister lehne ich das Kirchenasyl prinzipiell und fundamental ab“, sagte de Maizière. Zwar habe er als Christ Verständnis dafür, dass die Kirchen „in Einzelfällen“ unter dem Gesichtspunkt des Erbarmens Flüchtlinge aufnehmen würden. Dennoch gehe es nicht, dass sie sich eigenmächtig über bestehende Gesetze hinwegsetzten.

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TV host asks atheist Stephen Fry question about God, you have to watch what happens next

Image: gaystarnews.com Gay Byrne’s face is priceless
Stephen Fry is an unapologetic atheist, so if you’re going to ask him a question about God then you better be prepared.


By Joe Morgan|GAYSTARNEWS

One who was not quite so ready was Gay Byrne, who was interviewing the newly-married broadcaster on his show The Meaning Of Life.

On his show, he likes to ask guests that when you die, you’ll walk up to the pearly gates and you’re confronted by God, what will you say to him?

‚I’d say, bone cancer in children? What’s that about? How dare you?‘ Fry responds to a totally stunned Byrne.

‚How dare you create a world in which there is such misery that is not our fault? It’s not right, it’s utterly, utterly evil.

‚Why should I respect a capricious, mean-minded, stupid God that creates a world that is so full of injustice and pain?‘

Flabbergasted, Byrne sputters out: ‚And you think you’re going to get in?…‘

‚But I wouldn’t want to,‘ Fry confirms. ‚I wouldn’t want to get in on his terms.‘

It’s incredible television.

Deutsche verlassen in Scharen die Kirchen

Bild: tilly
Bild: tilly
Bei Katholiken wie Protestanten zeichnet sich ein dramatischer Zuwachs der Kirchenaustritte ab. Hauptgrund: das neue Verfahren bei Kirchensteuern auf Kapitalerträge. Da haben die Kirchen geschlafen.


Von Matthias Kamann|DIE WELT

Kurz zuvor hatte Heinrich Bedford-Strohm noch Optimismus verbreitet. Am Mittwochabend sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Berlin: „Unter den Kirchenmitgliedern steigt der Anteil derer, die sich keinen Austritt vorstellen können.“

Aber schon am Donnerstag kam die Ernüchterung. Was steigt, ist die Zahl der Austritte. Die evangelische Nachrichtenagentur Idea veröffentlichte die Ergebnisse einer Umfrage bei den 20 evangelischen Landeskirchen, wonach 2014 so viele Menschen die Kirche verließen wie seit den Neunzigerjahren nicht mehr.

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Ex-MI5-Geheimdienstlerin: „Kein anständiger Terrorist nutzt heute noch das Telefon“

NSA headquarters in Fort Meade (credit: Trevor Paglen)The//INTERCEPT
NSA headquarters in Fort Meade (credit: Trevor Paglen)The//INTERCEPT
Annie Machon war als frühere Geheimagentin beim britischen MI5 für die Aufklärung von islamistischem Terrorismus zuständig. Dann entdeckte sie illegale Machenschaften und floh quer durch Europa. Im Interview spricht sie über ihr Whistleblowing, Cyberterror und erklärt, warum Vorratsdatenspeicherung unverhältnismäßig ist


Von Petra Sorge|Cicero

Frau Machon, seit den Terroranschlägen in Paris sind die Rufe nach schärferen Sicherheitsgesetzen lauter geworden – Kanzlerin Angela Merkel liebäugelt mit der Vorratsdatenspeicherung.

Politiker und Spione wollen immer mehr Wissen. Denn Wissen ist Macht. Dabei sind die bestehenden Gesetze völlig ausreichend, um Terrorverdächtige zu beobachten.

Im Gegenteil: Kriminalbeamte beklagen, dass sie nicht nachträglich die Kommunikation eines Tatverdächtigen ausspähen und so seine Beziehungsnetze offenlegen können.
Das ist doch auch in der Vergangenheit möglich gewesen. Sobald man einen Durchsuchungsbefehl hatte, konnte man Telefonate und Internetdaten erfassen. Dafür müssen wir nicht die Daten aller Bürger für fünf oder mehr Jahre erfassen. Das ist für eine Demokratie völlig unverhältnismäßig.
Die Geheimdienste kannten die Kouachi-Brüder sehr genau. Weil sie aber ihren Job nicht richtig gemacht haben, wollen sie jetzt Paris als Vorwand für die weitere Einschränkung der Freiheit nutzen.

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