Alienscheu der Astrophysik


Nikolaus Kopernikus, Bild: heise.de
Vierhundert Jahre Leugnung des belebten Weltraums
Vor vierhundert Jahren war die Ansicht von einem allgemein belebten Weltall noch ein todeswürdiges Verbrechen, wenn man sie nicht für sich behielt. Der italienische Freigeist Giordano Bruno (1548 – 1600) wagte laut und deutlich darüber zu sprechen und landete auf dem Scheiterhaufen. Zum Verhängnis wurden ihm Äußerungen wie: „Darum habe ich stets behauptet, daß es unzählige Welten ähnlich dieser Erde gibt.“


Von Volker Wittmann|TELEPOLIS

Soviel Weitblick ging der mächtigen Mutter der Kirche über die Hutschnur. Wenn der Ketzer Recht behielte, so fürchtete der Klerus, würde die Erlösung der Menschheit durch Jesus Christus in Frage gestellt. Sie macht schließlich das Kernstück der christlichen Lehre aus. Warum sollte Gottes Sohn ausgerechnet hierher kommen, wenn der blaue Planet nur eine unter vielen anderen ist? Auch die Rolle des Papstes als einzigem Stellvertreter Gottes mitsamt seiner Unfehlbarkeit geriete zu eitlem Wahn. Nicht zuletzt wären von einer aufgeklärten Menschheit weniger Ablaßgelder und Kirchensteuern zu erwarten.

Als sie des unbequemen Denkers habhaft werden konnte, warf die Heilige Inquisition Bruno in den Kerker und folterte ihn, bis er Teile seiner Erkenntnisse widerrief. Schließlich verurteilte sie ihn zum Tod und ließ ihn zu Rom verbrennen.

Ein Vorgänger in Sachen Aufklärung, Nikolaus Kopernikus (1473 – 1543), hatte wohlweißlich erst auf dem Sterbebett damit heraus gerückt, daß nicht die Erde der Mittelpunkt des Weltalls sein könne. Sonst wäre es ihm womöglich ergangen wie Giordano Bruno. Schon der Befund, die Sonne drehe sich nicht um die Menschenwelt, wo die Kirche das große Wort führte, sondern umgekehrt, kam zu seinen Lebtagen noch einer Gotteslästerung gleich.

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1 Comment

  1. Organische Materie nutzt die erst etwa 200 Jahre bekannten Elemente Wasserstoff, Sauerstoff, Kohlenstoff, Stickstoff, Phosphor und Schwefel. Frühe Philosophen erklären vor 2500 Jahren rein spekulativ das Leben enstand im Wasser, beweisbar war das nicht. Der Murchinson Meteorit von 1960 enthält ca. 14.000 chemische Verbindungen, organische Materie existiert im Universum ganz ohne Zombies Schöpfung.

    Das Universum hat Milliarden Galaxien mit Trilliarden Sonnen bei zig Planeten. Es gibt sicher viele Planeten im günstigen Abstand zu ihrem Zentralstern mit Temperaturen zwischen 0 – 100°C und einer Atmosphäre mit Druck, damit überhaupt Wasser entsehen kann und es nicht aus Eis direkt verdampft.

    Aus der Materie dieser wenigen Planeten wird sich organisches Leben zwangsläufig bilden, dass dann ganz anders als auf der Erde ist und Lebensformen hervorbringt, die für uns kaum vorstellbar sind. Selbst wenn irgendwo und irgenwann eine solche Lebensform es schafft seinen Planeten zu verlassen, sind sie für uns unerreichbar weit weg.

    Signale brauchen Jahrzehnte bis viele Millionen Jahre, bei physischen Reisen dauert es noch einmal gut 20 Mal solange. Nichts davon ist in 70 Jahren Lebenszeit zu bewältigen. Selbst wenn jemand abfligt, weiss er nicht ob seine Nachfahren jemals zurückkehren können. Der notwendige riesige Aufwand mus sich für irgend etwas lohnen, einfach so im All rumreisen wie bei Star-Wars.ist so absurd und irre wie die Religion, nach der wir vom großen Zombie aus Lehm geformt wurden und sich Gott selber mit Ohrensex vermehrt ,

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