Astrologie und Christentum: Die Sterne der Weisen


Licht am Nachthimmel (picture alliance / ZB / Matthias Tödt)
Das Pro und Contra zur Astrologie zieht sich durch die gesamte christliche Geschichte. Inzwischen sieht man, dass zahlreiche Spuren auf das Verwobensein von Kosmisch-Astralem und Christlichem hinweisen. Und auch Kirchenleute sprechen über die Erfahrung, dass Astrologie eine wertvolle Hilfe sein kann.


Von Lydia Strzebniok|Deutschlandradio Kultur

Mit bloßem Auge kann man den Planeten Pluto am Himmel nicht erkennen. Kein Wunder: Er ist mehr als vier Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Dennoch – so behaupten Astrologen – hat er mit meinem Schicksal zu tun. Soll das irgendjemand ernst nehmen? Irritierend, aber Fakt: Wer sich offen und kritisch – kritisch auch den eigenen Vorbehalten gegenüber – auf Astrologie einlässt, kommt irgendwann nicht um die Einsicht herum, die der Psychoanalytiker Fritz Riemann so formulierte:

„Bei den Ablehnenden liegen keine Eigenerfahrungen vor, es bekennen sich diejenigen zur Astrologie, die sie studiert haben.“

Riemann hatte damit – wie vor ihm schon Carl Gustav Jung – die Astrologie als wertvolle Hilfe für seine therapeutische Arbeit entdeckt. Der Münchner Psychoanalytiker und Psychotherapeut Wolfhard Koenig bekennt, dass nach Jahren „respektabler Bemühung“, die Astrologie zu widerlegen, seine wissenschaftliche Glaubwürdigkeit für ihn selbst auf dem Spiel stand, wenn er sich weiter der Tatsache verschließen wollte, dass in vielen Fällen das Horoskop eine psychische Realität genau traf.

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3 Comments

  1. Die Astrologie hatte in Babylonisch/Sumerischen Zeiten um 2000 v.C. noch realen Hintergrund, auch wenn es schon damals keinen Sinn ergab. Babylon wurde um 1900 v.C. gegründet, ging im Hethiterkrieg 1531 v.C. unter und nutze den Lunisolarkalender, den die Juden später genau so kopierten wie die Götter und Myther der Sumerer.

    Man wußte absolut nichts vom All, fast nichts von der Erde auf der man lebte und hörte vielleicht alle Jahre eine Neuigkeit aus dem Nachbar-Königreich, die allerdings schon sehr alt und durch Phantasien entstellt war. Die vielleicht 500 Seelen der Gemeinde konnte man in 12 Gruppen nach Sternenzeichen einteilen und lustig drauf los phantasieren was jeder Gruppe in Zukunft passieren wird. 50% traf zu und 50% war total daneben. Schon war man ein toller Sternendeuter und konnte gut auf Kosten anderer leben

    Heute hat eine Gruppe eines Sternenzeichens etwa 600 Millionen Mitglieder. Denen bereiten die Sterne allen das gleiche Schicksal, ganz gleich ob Urwaldindiander am Amazonas, Trapper in Canadischen Wäldern, Mafiaboss auf Sizilien, Kinder fickender Priester im Vatikan, Astronaut auf der ISS, Flüchtling aus Syren oder Sprengstoff-Terrorist in Afghanistan usw..

    Das einzige was an astrologischer Sternedeutere absolut sicher ist, das ist der riesige Dachschaden des Betreibers

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  2. Es ist keineswegs verwunderlich, oder ein Zeichen für die Realität astrologischer Behauptungen, wenn Horoskope die psychische Realität hin und wieder genau treffen. Ich kenne schon allein einige Fälle aus dem Bekannten- und Freundeskreis, die so lange an die Realität von Horoskopen glauben, dass sie sich mit den behaupteten Grundeigenschaften ihres Sternzeichens identifizieren und es IMO sehr wahrscheinlich ist, dass sich ihre Psyche den astrologischer Behauptungen zu ihrem Sternzeichen angepasst hat. Wenn man tatsächlich prüfen wollte, ob es eine signifikante Übereinstimmung von Horoskop und Psyche gibt, müsste man Menschen analysieren, die nie zuvor mit Astrologie in Berührung gekommen sind, damit eine Beeinflussung durch astrologische Behauptungen ausgeschlossen werden können. Solche Menschen findet man aber praktisch nirgendwo mehr (von einigen indigenen Völkern vielleicht abgesehen). Und selbst wenn eine signifikante Übereinstimmung festgestellt würde: Warum gibt es denn dann doch Menschen, deren Psyche nicht übereinstimmt?

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    1. Im Alten Testament wird heftigst gegen die Babylonische Sternenguckerei argumentiert. Insofern ist dieser Artikel Christen-Esoterik synkretischer Natur. Etwas lax gesagt, der Artikel ist von Spinnern für Spinner geschrieben, die den biblischen Märchen das Universum aufsetzen. Blödsinn.
      Einfach mal den Schöpfungsbericht der „Priesterschrift“ (Gen 1,1 – 2,4) lesen. :mrgreen:

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