Rüdiger Safranski: „Im Naturganzen ist der Geist am Werk“


„Ich werde 70 und habe das Bedürfnis, noch einmal über eigene Krisen nachzudenken.“ / Bild: (c) Hanser Verlag/Hassiepen
Rüdiger Safranski, der Bestsellerautor der Bildungsbürger, wird am Neujahrstag 70. Ein Gespräch über die Verblödung der mittleren Jahre, Heideggers Scheitern, die Arroganz der Intellektuellen und das Wunder des Seins.


Von Karl Gaulhofer|Die Presse

Die Presse: Sie schreiben Bestseller über komplizierte Gedankenwelten. Ihr Rezept?

Rüdiger Safranski: Ich überfordere die Leute immer ein wenig. Aber so, dass sie gerade noch mitgehen.

Nach welchen Kriterien suchen Sie Ihre Helden aus?

Es sind immer Denker, bei denen meine Leidenschaft im Spiel ist. Ich hoffe, bei der Arbeit meine eigene Obsession zu begreifen.
Was ist Ihr Fazit zu Ihrem Fernsehabenteuer, dem „Philosophischen Quartett“ mit Peter Sloterdijk?

Ich kenne Sloterdijk seit Anfang der Achtzigerjahre. Wir haben uns blind verstanden, obwohl wir verschiedene Temperamente haben. Aber mit der Fernsehredaktion fand bei der Auswahl der Gäste öfter ein Tauziehen statt: Kompetenz oder Prominenz? Da gab es auch falsche Kompromisse, Folgen, die in die Hose gingen. Aber das hat sich in den zehn Jahren eingespielt. Wir hatten für den späten Sendetermin eine akzeptable Einschaltquote. Es gab eine richtige Fangemeinde. Eigentlich hätte die Sendung weitergehen müssen.

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3 Comments

  1. Offensichtlich hat Safranski nun die Grenzen seines Vorstellungsvermögens erreicht und ist den „Geistern des Naturganzen“ auf den Leim gegangen. 😉

    Max Planck wurde am Ende seiner schulischen Ausbildung am Ende des 19. Jahrhundert von seinen Lehrern vor dem Studium der Physik gewarnt: Das natuwissenschaftliche Wissen sei so weit fortgeschritten, es bliebe nur noch naturwissenschaftliches Wissen zu verwalten und kaum noch etwas zu entdecken? 😉 😉

    Vielleicht sollte sich Safranski mal mit der Vita Max Plancks beschäftigen, bevor er weiter im Nebel herumstochert? 😉 😉

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  2. Im Naturganzen ist einzig der Zufall am Werk.

    Wäre der Meteorit vor 65 Millionen Jahren etwas größer gewesen, hätte es die Erde in viele Teile zerrissen und es gäbe nichts nehr.. Wäre er etwas kleiner gewsen, müßten wie uns ständig mit 20 – 40 Tonnen schweren Dinos rumärgern, die unsere Häuser plattdrücken und das Gemüse im Garten wegfressen.

    Als dem großen Zombie im Himmel klar wurde, dass er damit nur Scheisse gebaut hat, da hat er es aus seinem „großen Plan“ für immer gestrichen um es zu vertuschen

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