Pluto, Cern, Ebola: So wird 2015 für die Wissenschaft


LHC-Tunnel, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0
Das Wissenschaftsmagazin „Nature“ wagt eine Prognose für 2015. Im Mittelpunkt stehen demnach der Teilchenbeschleuniger am Cern, der Kampf gegen Ebola, ein Abkommen gegen den Klimawandel und zwei Rendezvous im Weltall.


WirtschaftsWoche

Teilchenphysik, Klimawandel, Raumfahrt, Medizin: Das britische Wissenschaftsmagazin „Nature“ blickt in die Zukunft und sagt voraus, welche Themen die Wissenschaftswelt im neuen Jahr dominieren werden. Demnach endet im März 2015 das zweijährige Warten auf den Neustart des Large Hadron Colliders (LHC), des leistungsstärksten Teilchenbeschleunigers der Welt am Europäischen Kernforschungszentrum Cern in Genf.

Nach der Umrüstungsphase soll der LHC Elementarteilchen mit 14 TeV (Tetraelektronenvolt) aufeinander losjagen. Das ist etwa doppelt so schnell wie je zuvor. Damit wollen die Wissenschaftler das Standardmodell der Teilchenphysik überprüfen.

Klimaschutz wird ein wichtiges Thema

Eine andere Hoffnung ruht auf dem Klimagipfel der Vereinten Nationen, der im Dezember 2015 in Paris stattfindet: Die beiden größten Kohlenstoffdioxid-Emittenten, China und die USA, haben sich in diesem Jahr bereiterklärt, ihren CO2-Ausstoß drastisch zu reduzieren. Entsprechend steige die Chance auf ein neues Klimaschutzabkommen mit verbindlichen Verpflichtungen für die Zeit nach 2020, heißt es in „Nature“.

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2 Comments

  1. Nach der Umrüstungsphase soll der LHC Elementarteilchen mit 14 TeV (Tetraelektronenvolt) aufeinander losjagen. Das ist etwa doppelt so schnell wie je zuvor.

    Ach ja: Wirtschaftswoche… 🙂

    Das Wort schnell benutzen wir (Physiker im Speziellen und Nicht-Ökonomen im Allgemeinen) immer im Zusammenhang mit Geschwindigkeiten. Daher, nein, wenn die Protonen im LHC 14 TeV erreichen, haben sie zwar in etwa die doppelte (Schwerpunkts-) Energie wie zuvor, aber nur eine relativ geringfügig höhere Geschwindigkeit (nicht: „doppelt so schnell“). Die Strahl-Energie ist wesentlich stärker das Ergebnis der relativistischen Massezunahme [m = m0 / sqrt(1-v²/c²), weil v ≲ c (v ist nur geringfügig kleiner als c)] bei etwas höherer Geschwindigkeit als durch die Geschwindigkeit (→ kinetische Energie) als solche.

    Apropos ‚kinetische Energie‘: Diese ist nicht-relativistisch (v ≪ c) einfach T = ½mv². Und wie man am sieht, bedeutet doppelte kinetische Energie also nur ca. 41% höhere Geschwindigkeit.

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    1. Danke für die Aufklärung
      Das ist/war nicht mein Fachgebiet, trotzdem ist es einleuchtend. Auch .geht nichts an Geschwindigkeit größer als c.

      Ich habe mehrfach festgestellt, das Redakteure von Zeitungen und Fernsehen oft nicht einmal die einfachsten Dimensionen physikalischer Fakten beherrschen und den größten denkbaren Quatsch daherreden.

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