Mahnung: Bescheidenheit mit religiöser Wahrheit


heologe, Bibel- und Literaturwissenschaftler Jack Miles erhielt 1996 den Pulitzer-Preis Foto: John-D.-and-Catherine-T. (MacArthur-Foundation) / Wikipedia | CC BY 4.0
Der Amerikaner Jack Miles ist preisgekrönter Autor. Jetzt hat er die „Norton Anthology of World Religions“ herausgegeben. Welt-Autor Hannes Stein nimmt dies zum Anlass, sich mit dem Theologen, Bibel- und Literaturwissenschaftler über Rivalität zwischen den Relgionen zu unterhalten.


pro Medienmagazin

Jack Miles hat 1996 den Pulitzer-Preis für seinen Roman „Gott: Eine Biographie“ erhalten. Darin stellt er den Gott der hebräischen Bibel als eine Romanfigur dar. Der 72-Jährige ist heute Dozent an der amerikanischen „University of California“ in Irvine. Er unterrichtet dort Religion. Seine „Norton Anthology of World Religions“, bislang in englischer Sprache erschienen, ist eine Sammlung ausgewählter Texte des Buddismus, Hinduismus, Taoismus, Judentums, Christentums und des Isalm.

Im Interview mit der Tageszeitung Die Welt sagt Miles, dass in seinem neuen Buch „Religion als Praxis betont wird, nicht Religion als Glaubenssystem“. Religiöse Rituale sind nach seiner Auffassung mit Spielen verwandt. Die Evolutionsbiologie sei der „interessanteste Berührungspunkt zwischen Religion und Wissenschaft“. Miles sieht in der Ausübung von Religion „eine spezifisch menschliche Verhaltensweise“, die bei Tieren in dieser „entwickelten Form“ nicht beobachtet worden sei.

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