Die lockere Handhabung eines Begriffs – Christenverfolgung


Foto: Infografik Die Welt
Weltweit werden Christen wegen ihrer Religion verfolgt, besonders schlimm in Nordkorea. Zwar stellt islamischer Extremismus die größte Gefahr da – doch ist er keineswegs die einzige.


Von Matthias Kamann|DIE WELT

In Nordkorea ist es nach wie vor am schlimmsten. In der kommunistischen Diktatur, deren Führer Kim Jong-un im Westen allmählich zur Witzfigur verniedlicht wird, sind insbesondere Christen grausamer Unterdrückung ausgeliefert. Rund 70.000 von ihnen waren laut dem neuen Weltverfolgungsindex des Hilfswerks Open Doors im Jahr 2014 als „Feinde des Regimes“ in Arbeitslager eingesperrt und dort Folter sowie schwerster Zwangsarbeit ausgesetzt.

Allein im Zusammenhang mit der Verhaftung des aus Südkorea stammenden Baptistenmissionars Kim Jung-wook sollen im Frühjahr 2014 Dutzende von Christen wegen angeblicher Kontakte zu ihm misshandelt und ermordet worden sein. Wie schon in den Jahren zuvor steht Nordkorea deshalb auf dem traurigen ersten Platz jener Rangliste, in der das evangelikale Hilfswerk alljährlich das jeweilige Ausmaß der Christenunterdrückung in der Welt veranschaulicht.

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