Sexualstraftäter in Belgien: Die Beerdigung war schon organisiert, dann kam alles anders


Frank van den Bleeken, Bild. dailymail.co.uk
Ein Sexualstraftäter sagt, er erleide im Gefängnis unerträgliche Qualen. Nach jahrelangem Streit bekommt er das Recht auf Sterbehilfe. Am Sonntag hätte er per Giftspritze getötet werden sollen. Nun ist eine andere Lösung in Sicht.


Von Benjamin Dürr|SpON

Mit einem Kleinbus sollte Frank van den Bleeken am Freitag in die Krankenabteilung des Gefängnisses von Brügge gebracht werden, alles war vorbereitet. Am Sonntag hätte er dort eine tödliche Injektion bekommen und einschlafen sollen.

Jahrelang hatte van den Bleeken, ein verurteilter Sexualstraftäter, dafür gekämpft, sterben zu dürfen. Weil er im Gefängnis unerträglich leide, argumentierte er, habe er das Recht auf Sterbehilfe. Nun hatte er schon damit begonnen, sich von seinen Mithäftlingen zu verabschieden – da nahm der Fall eine Wendung: Van der Bleeken wird weiterleben. Es stellt sich aber auch die Frage: Warum reagierte die Politik erst jetzt?

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