Blutspur im Namen des Islam


Christoph Schwennicke hat als Chefredakteur Erfahrung mit der Kritik von Muslimen und Christen gemacht Foto: Cicero
Die Beschwichtiger behaupten, dass die Terroranschläge von Paris nichts mit dem Islam zu tun haben. Wie bitte? Im Namen keiner anderen Religion wurden in den vergangenen Jahren derart barbarische Taten begangen.


Von Cicero-Chefredakteur Christoph Schwennicke|pro Medienmagazin

Der Vormittag danach, und es ist immer noch genauso unbegreiflich wie am Tag der Tat. Die Attentäter riefen „Allahu akbar“, „Gott ist groß“ und töteten zwölf Menschen – Polizisten, einen Passanten, einen Portier und viele Kollegen einer französischen Satirezeitschrift. Mehrere Menschen ringen in den Krankenhäusern noch mit dem Tod. Zwar sind die genauen Motive der Täter noch nicht aufgeklärt, doch klar ist: Die Zeichner des Magazins Charlie Hebdo hatten sich erlaubt, den Propheten Mohammed zu karikieren – und damit Islamisten gegen sich aufgebracht.

Es ist viel gesagt und geschrieben worden in den letzten 24 Stunden. Viel Kluges und Gescheites, aber auch viel Dummes. Interessanterweise haben es wiederum nicht die Wortwerker, sondern die zeichnenden Kollegen am treffendsten auf den Punkt gebracht. Im Netz kursiert zu Recht vor allem die Karikatur, auf der ein maskierter Attentäter mit Kalaschnikow vor einem toten Mann in einer Blutlache steht, vor ihm liegt eine zerdrückte Nickelbrille, in der Hand noch die Zeichenfeder. „He drew first!“, sagt der Attentäter. „Er hat zuerst gezogen“, heißt das übersetzt, aber auch: „Er hat zuerst gezeichnet.“

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2 Comments

  1. Stimme nur zum Teil zu. Brejvik war z.B. ein christlicher Attentäter, das NS-Regime war christlich-esoterisch geprägt. Nordirland war christlich und die Amis sind nach den Fall der Twin-Towers zu einen christlichen „Kreuzzug“ (den Begriff verwendete Bush) aufgebrochen. Und der IS wäre nicht mal hochgekommen, wären die Amis nicht in den Irak eingefallen. Auf diesen „Kreuzzügen“ sind womöglich ungleich mehr gestorben als bei solchen Anschlägen.?
    Religion bringt Leute dazu ethische Standards zu übertreten, überall auf der Welt und unabhängig davon ob´s christlich, muslimisch, buddhistisch oder hinduistisch ist. Was sich oft aber wiederspiegelt ist die soziale Lage dieser Nationen, die Lebensumstände. Und soziokulturell-industriell sind die muslimischen Staaten eben weit abgeschlagen von allen anderen.

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