„Staat muss Pressefreiheit durchsetzen“


Der Journalist Michael Konken macht auf die gesellschaftliche Relevanz von Satire aufmerksam Foto: Deutscher Journalisten-Verband
Michael Konken ist Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV). Im Gespräch mit pro erklärt er, dass Religionen Satire aushalten müssen.


pro Medienmagazin

pro: Witze über den Islam sind offenbar etwas anderes als Witze über andere Religionen. Wie sollen sich Satiriker nun verhalten?

Michael Konken: Satire sind keine Witze. Satire ist ein Genre, um relevante Themen zuzuspitzen. Journalisten und Satiriker haben das Recht im Rahmen dessen, was ethisch vertretbar ist, Religionen zu kritisieren. Dazu gehört auch die Satire. Satire ist durch die Pressefreiheit geschützt.

Sollten alle, die auf Nummer Sicher gehen wollen, nur noch über Juden und Christen spotten?

Nein. Auch muslimische Verbände haben klargestellt, dass die Pressefreiheit, somit auch die Satire, akzeptiert werden muss.

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