Bibelwissenschaftler: Christentum wurzelt in Gewaltfreiheit


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Deutscher Theologe Lohfink widerspricht bei Pastoraltagung in Salzburg der These, alle monotheistischen Religionen hätten einen Hang zur Gewalt – Zugleich Kritik an islamistischem Terror wie auch an islamophober Gegengewalt


kathweb

Gewaltverzicht ist kennzeichnend für die Anfänge des Christentums; die Aufforderung Jesu dazu wurde von der frühen Kirche nachweisbar im gesellschaftlichen Umfeld der Antike umgesetzt. Darauf wies der deutsche Bibelwissenschaftler Gerhard Lohfink bei der Pastoraltagung in Salzburg, die noch bis Samstag andauert, hin. Vor dem Hintergrund der islamistischen Terrorakte in Frankreich widersprach er zugleich energisch der These, alle monotheistischen Religionen hätten einen Hang zur Gewalt.

Für das Christentum und das Judentum lasse sich diese Unterstellung durch viele Quellen widerlegen, beim Islam gebe es innerhalb seines „weiten Gebäudes“ derzeit in zunehmender Wucht extremistische Gruppen, die Gewalt quasi im Programm hätten und „Mord als Gottesdienst“ betrachteten, was wiederum islamophobe Gegengewalt auslöse. „Beides ist von Übel“, betonte Lohfink und bedauerte, dass die derzeitige widerwärtige Gewalt bei vielen Zeitgenossen, Religionen und zumal die abrahamitischen insgesamt diskreditiere.

Der renommierte deutsche Theologe betonte, dass schon das Alte Testament in seinen Spitzentexten Gewalt ablehne. Jesus habe sich offenkundig auf die Gottesknechtlieder des Propheten Jesaja bezogen, als er in der Bergpredigt Sätze sprach wie „Schlägt dich jemand auf die linke Backe, dann halte ihm auch die rechte hin“. Und exakt zur Zeit der Entstehung dieser Gottesknechtlieder sei im Judentum auch der Übergang von der Monolatrie, also der Verehrung nur eines Gottes, hin zum Monotheismus, also der Überzeugung, dass es überhaupt nur einen Gott gibt, erfolgt.

Die Bergpredigt ist nach den Worten Lohfinks „kein Programm für den Staat“. Würde dessen Gewaltmonopol durch Gebote wie „Leistet dem Bösen keinen Widerstand“ ersetzt, drohte Chaos. Die Bergpredigt richte sich vielmehr an das von Gott auserwählte Gottesvolk, das inmitten anderer Völker ein Modell für Friedfertigkeit vorleben sollte.

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3 Gedanken zu “Bibelwissenschaftler: Christentum wurzelt in Gewaltfreiheit

  1. Pingback: Kirche heute, 14.Januar 2015 | Christliche Leidkultur

  2. So ein totaler Religiot, wo sind denn die friedlichen Wurzeln des Christentums

    Auf den Konzilen geht es um Häresie Dutzender Glaubensrichtungen. Bischöfe bekämpfen sich mit Mord und Bestechung um Macht wie St.Cyril von Alexandria, der Bischof Flavian mit Fußtritten umbringt. Eusebius von Nikomedia schwärzt Athanasius beim Kaiser an. Ein Damasius I macht sich selber mit Hilfe von Gladiatoren zum Papst, obwohl Ursinus als Nachfolger von Papst Liberius gewählte ist. Er beauftragt Sophronius Eusebius Hieronymus (347–419 n.C) im Jahr 383 n.C. mit der Vulgata.

    Der warnt schriftlich in den alten divergenten Texten wäre kaum die Wahrheit zu finden. Hieronymus spricht neben Altgriechisch kaum Hebräisch und übersetzte trotzdem drauf los, die verwendete Zahlen über 400 in Hieratisch bzw. Demotisch geschrieben sind ihm unbekannt.

    Kaiser Constantin (285-337 n.C macht das Christentum zu Staatsreligion, er verstößt seine 1.te Frau Minervina, ermordet den Sohn Crispus und die Frau Fausta, vergiftet die Mutter Helena und seinen Schwiegervater. Die Christen erobern die Macht mit Brutalität, Andersdenkende werden verfolgt und vernichtet gemäss Kaiser Theodosius I im Thessaloniki Edikt von 380 n.C.:
    „Wir befehlen, dass diejenigen, welche dies Gesetz befolgen, den Namen ‚katholische Christen‘ annehmen sollen; die übrigen dagegen, welche wir für toll und wahnsinnig erklären, haben die Schande zu tragen, Ketzer zu heißen. Ihre Zusammenkünfte dürfen sich nicht als Kirchen bezeichnen. Sie müssen zuerst von der göttlichen Rache getroffen werden, sodann auch von der Strafe unseres Zornes, wozu wir die Vollmacht dem himmlischen Urteil entlehnen.“

    Als Staatsreligion unter Kaiser Theodosius 380 n.C., Nachfolger von Kaiser Flavius Valerius Constantin, verbrennt die RKK alle Texte die ihren paranoiden Dogmen widersprechen wie die von Origenes Adamantius oder 389 n.C. die ganze Serapeion Bibliothek mit 500.000 Papyrie. Priester wie Markus von Arethusa, Kyrill von Heliopolis, Augustinus von Hippo werden als Mörder und Gewalttäter zu Heiligen ernannt, weil sie heidnische Tempel zerstören und die Insassen anzünden.

    Das Christentum ist nicht friedlich, es wird den Menschen mit brutaler Gewalt aufgezwungen. Das Konzil von Arles (314 n.C.) belegt Deserteure des Heeres mit dem Bann. Das römische Militär verehrt weit verbreitet Gott Mithras, der fast identische Jesus Kult ist davon nur abgeschrieben. Heidnische Gottesdienste werden ab 356 n.C. mit dem Tod bestraft.

    Darauf folgten 1200 Jahre Hunderte gerechte Kriege und Kreuzzüge, peinliche Befragung (Folter), Hexenverbrannung, Zensur biss 1965 und die Vernichtung jeglicher Texte, die nicht den Dogmen religöser Paranoia entsprachen

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