Abdel El-Husseini: „Die furchtbaren Anschläge haben sehr wohl mit dem Islam zu tun“


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Nach den Anschlägen von Paris fordert Politikwissenschaftler Abdel Mottaleb El Husseini eine Neuauslegung des Islam. Er ist sich sicher, dass die politische Instrumentalisierung des Islam in vielen Ländern den Terrorismus befeuert. Der einzige Ausweg: Die Muslime müssen einen großen Richtungsstreit ausfechten.


Von Linda Wurster|FOCUS ONLINE

FOCUS Online: Am 7. Januar überfielen die Brüder Cherif und Said Koachi die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ in Paris und erschossen zwölf Menschen. Sie behaupteten, dies im Namen Allahs zu tun. Sie stammen aus einer traditionsreichen islamischen Familie. Was denken Sie, wenn Sie so etwas hören?

Abdel Mottaleb El Husseini: Was diese Männer in Paris getan haben, taten sie weder im Namen Allahs noch im Namen des Propheten – sondern im Auftrag einer kriminellen Vereinigung.

FOCUS Online: Was bedeuten solche Anschläge für den Islam?

Husseini: Wenn man jetzt einfach nur sagt, Islamismus habe nichts mit dem Islam zu tun, macht man es sich zu einfach.

FOCUS Online: Und was sagen Sie?

Husseini: Solche furchtbaren Anschläge haben mit dem Islam zu tun. Aber sie sind nicht der Islam.

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