Pariser Terroranschläge: Angst vor weiteren „Bataillons“


Amédy Coulibaly im Video
Welche Rolle der IS oder al-Qaida bei den Attentaten spielt, ist vage. Allerdings gibt es nicht nur Verbindungen zwischen den drei Attentätern, sondern zu einem ganzen Netzwerk von Dschihadisten – und einige alte, aber lebendige Gespenster


von Thomas Pany|TELEPOLIS

Amédy Coulibaly, der dritte Attentäter der Terror-Mordanschläge vom vergangenen Mittwoch, beruft sich in einem Video, auf den „Islamischen Staat“. Dem US-Magazin „The Intercept“ wurde ein Statement von al-Qaida auf der arabischen Halbinsel (Aqap) zugespielt, wonach sich die Qaida-Filiale damit brüstet, die „Operation in Paris“ geleitet zu haben. Bereits am Freitag kursierte ein Video, indem ein Aqab-Führungsmitglied den Anschlag verherrlicht und zu weiteren auffordert.

Das Coulibaly-Video wurde mittlerweile von youtube und dailymotion entfernt, auf Betreiben des französischen Staatsanwaltes, wie es heißt. Dass sich der Mann, der am Donnerstagmorgen in Paris nach den Ermittlungen eine Polizisten erschoss, auf den Islamischen Staat beruft, wurde auch schon bei einem Telefongespräch kenntlich.

Das hatte Coulibaly, wie auch Chérif Kouachi, der für das Charlie-Hebdo-Massaker verantwortlich gemacht wird, mit dem französischen Fernsehsender Bfmtv geführt (Auszüge in französischer Sprache hier). In diesem Gespräch teilte Chérif Kouachi der Öffentlichkeit mit, dass er im Auftrag der Aqab operiere. Dieses Bekenntnis des Gewalttäters hatten zuvor schon Zeugen, die ihn nach dem Attentat begegnet sind, zu Protokoll gegeben.

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