Muslime sauer auf Mazyek


Aiman_Mazyek

Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, brüskiert andere muslimische Verbände. Viele werfen Mazyek Profilierung und Machtpolitik vor. Auch das Bundesinnenministerium spielt eine unrühmliche Rolle.


Von Timur Tinç|Frankfurter Rundschau

Die Vertreter aller großen muslimischen Verbände Deutschlands standen neben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck am Dienstagabend vor dem Brandenburger Tor. Einig gegen den Terror lautete die Botschaft, die über die Landesgrenzen hinweg eine starke Symbolkraft hatte. Tausende Menschen waren in die Hauptstadt gekommen, um „zusammenzustehen und Gesicht zu zeigen“, wie es in dem Aufruf des Zentralrats der Muslime hieß. Vertreter aller Parteien, der Religionsgemeinschaften und der Zivilgesellschaft waren anwesend.

„Unsere Demokratie ist stärker als der Terror“, hatte Bundespräsident Joachim Gauck direkt nach dem Terroranschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ gesagt, bei dem zwölf Menschen ums Leben gekommen waren. „Wir werden es nicht zulassen, dass unsere Gesellschaft von Extremisten, die nur das Ziel haben, Hass und Zwietracht zu stiften, auseinandergerissen wird“, hatte Aiman Mazyek, der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, betont.

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