Eine muslimische Atheistin


Gebet-islam

Mit zehn Jahren entschied unsere Autorin, dass sie nicht an Gott glaubt. Nach 9/11 wurde sie jedoch ein zweites Mal ohne ihr Zutun zur Muslimin gemacht.


Von Deniz Baspinar|ZEIT ONLINE

Ich bin Atheistin – muslimische Atheistin. Das mit dem muslimischen kam ganz ohne mein Zutun. Ich wurde in eine türkisch-sunnitische Familie hineingeboren. Meine Mutter trägt ein Kopftuch und betet fünfmal am Tag gen Mekka. Gleichzeitig ist sie ein schönes Beispiel dafür, dass das Tragen eines Kopftuches durchaus nicht das Urteilsvermögen trüben muss. Meine Mutter hegt nämlich eine herzliche Abneigung gegen den großen Sultan Recep Tayyip Erdoğan. Sie findet, dass er sich wie ein Despot benimmt, und dass in einer Demokratie nicht immer einer alleine das Sagen haben kann. Meine Mama hat also das Konzept der Demokratie in groben Zügen verstanden, auch wenn sie nie eine Schule besucht hat. Das mit der Demokratie ist eigentlich auch nicht so schwierig, irgendwie ist der Wunsch nach Mitsprache und Grundrechten ganz menschlich und nicht nur westlich-menschlich oder christlich-menschlich.

Das mit dem Atheismus kam so: Ich war zehn Jahre alt und erbat von Gott schönes Wetter für meinen Geburtstag. Am Ende hatte ich eine ziemlich verregnete Feier und einen Knacks in meinem Verhältnis zu Gott. Da es in Deutschland aber ständig regnet, musste ich irgendwann annehmen, dass es da oben überhaupt niemanden gibt, der durchgreift und für meteorologische und sonstige Gerechtigkeit sorgt. Ich gebe zu, das ist die gekürzte Version. Andererseits, seit wann ist Komplexität beim Thema Islam gewünscht?

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2 Comments

  1. wichtig bei Religionen ist vor allem dieser zu folgen und zu erkunden wie wahr ist das „geschriebene und gesprochene“ allein das neue Testament wurde erst einige hundert Jahre vor allem aus Erzählungen aufgeschrieben!

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    1. Die Bibel ist etwa wie folgt entstanden
      1) 250 v.C. – 50 n.C. kopieren alter Mythen als Tanach bzw. AT speziell aus Sumerischen Texten und benachbarten Kulten in weit über 800 Texten, an denen in Qumram bis zu 200 Schreiber tätig waren

      2) 100 – 400 n.C. Phantasieren neuer religiöser Kulte micht mehr in Palästina sondern neuen Ländern als NT, besonders in Kleinasien und Italien, vielfach wiederum durch Kopieren alter Texte

      3) Verwurstung von etwa 200 – 300 Evangelien durch Hieronymus zur Vulgata um 390 n.C. Er hat nur Evangilen berücksichtigt geschrieben von 12 Analphabeten oder Aposteln in einer Sprache, die diese nicht kannten. Diese Ur-Bibel fand fast.120 keine Beachtung, man nutze lieber die kurze und billigere Vetus Latina

      4) Das Edikt De-editione-et-usu-librorum-sacrorum 1546 n.C. erklärt die Vulgata zur einzigen Bibel. für Papst Sixtus V ist sie 1590 n.C. absolut fehlerlos. Wegen vieler Fehler wird sie 1592 n.C. durch die fehlerlose Editio-Clementina Bibel ersetzt, die wegen vieler Fehler 1598 n.C. erneut ersetzt wird. Für Papst Pius IX (Giovanni Maria Mastai Ferretti) hat 1869 n.C. der Heilige Geist die Bibel ohne jeden Irrtum diktiert,. Die fehlerlose Vulgata wird 1979 durch die absolut fehlerlose Nuovo-Vulgata ersetzt, die wegen vieler Fehler 2001 ersetzt wird. Absolut fehlerfreie Bibeln wie die “Bug Bible 1535”, “Treacle Bible 1549”, „Breeches Bible 1576“, „Wicked-Bible 1631“, „Unrighteous Bible 1653“, „Sin On Bible 1716”, „Vinegar Bible 1717”, „The Fools Bible 1763”, „To remain Bible 1805” sind im Umlauf. Neben 39 Evangelien existieren viele weitere wie Baruch, Tobias, Weisheit, Judith, 1.u.2. Makkabäer, Jesus, Siracht, Philipp, Hermes, Judas, Petrus, Thomas usw, die Analphabeten in Sprachen schreiben, die sie nicht einmal kennen. Hieronymus nennt sie Apokryphen, sie sind in Altgriechisch und variieren oft extrem, die Kirchenväter verwerfen sie deswegen. Das Konzil zu Trient (1546 n.C.) erklärt sie zur Schadensbegrenzung als kanonisch von Aposteln stammend. Der Codex Bezae aus 4 Evangelien ist 1600 n.C. als Einziger bekannt, heute sind 6.000 historische Texte nachlesbar.

      Die EKD revidiert die Lutherbibel 1545 n.C. als Elberfelder Bibel 1902, 1912, als „entjudete“ Bibel des NAZI Präses Mensing-Braun 1938-1980, als Schlachterbibel 1951 und 2000. Gut 35% der 181.000 Worte sind neu – welch ein Frevel. Von der ursprünglichen Hieronymus Vulgata sind allenfalls noch 25% vorhanden. Dazu kommt die John-Wyclif-Bibel 1382 n.C., die William-Tyndal-Bibel 1522 nach massoretischem Text, die Coversdale Bibel, die Matthew Bibel, die Taverner Bibel, die Geneva Bibel, die Bishop Bibel, die Douay-Rheims Bibel, die King-James-Bible von 1611 und 1769, die New-American-Standard-Bible, die English-Standard-Bible und „Bibelversionen“ von Sekten sowie speziell die entjudeten Versionen von NT, Katechismus und Gesangsbuch gebraucht bis 1980. Das Internet bietet ca. 110 Bibel Wahrheiten.

      Von der wahren Bibel zu sprechen ist glatter Hohn, welche denn bitte

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