Freies Denken: Atheisten müssen sich sicher fühlen – selbst wenn sie ihre Gegner reizen


Die atheistische Bedrohung
Die atheistische Bedrohung
Die Morde im Redaktionsraum von Charlie Hebdo sind nicht nur ein Angriff auf die Pressefreiheit, sondern auch auf den Atheismus gewesen – allein so schon war es ein unerträglicher Schlag gegen die Menschenrechte.


Von Michael Jäger|derFreitag

Die ermordeten Zeichner und Redakteure von Charlie Hebdo verstanden sich als Freidenker, mithin ein Erbe von 68. Es muss so bleiben, dass Atheisten, egal ob sie in der Öffentlichkeit eine Stimme haben oder nicht, sich in Europa unbekümmert äußern können, auch wenn sie die böse Zuspitzung nicht scheuen. Ob das ihre religiösen Gegner zur Wut, ja zum Racheversuch reizen mag, darf kein Kriterium sein.

Gewiss ist die Anregung bedenkenswert, auf solche Zuspitzungen zu verzichten, von denen man vorher weiß, dass Gläubige sie sich in stärkster Form verbeten haben. Dazu gehört die verhöhnend gehässige Mohammed-Abbildung. Der Fall wird nun schon seit Jahren immer wieder akut, und längst hat ganz Europa begriffen, dass dann nicht nur zwei oder drei Mörder aktiv werden könnten, sondern Millionen friedliche Muslime gereizt reagieren.

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2 Comments

  1. klasse Beitrag !!
    stellt klar, was schon lange mal gesagt werden muss.

    Ein zusätzlicher Gedanke:
    Warum kann man Freidenker denn praktisch nicht so beleidigen, dass sie ausrasten?? mit Bildern schon gar nicht …

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    1. Also aus Angst davor es könnten ein paar Tausend „wilde Sau“ spielen nichts sagen, nichts kritisieren und am Ende auch nichts denken

      Es ist Charakterstärke für seine Meinung einzutreten. Für solche Religioten gilt „die Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden“. Für Typen die das nicht verstehen wollen oder klnnen gibt es Gesetze, die gilt es anzuwenden

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