Grüne wollen keinen Laizismus – nicht wählbar


Die Grünen LogoDie Trennung von Kirche und Staat hat für die Grünen ausgedient. So will man geänderten Realitäten und dem Religionspluralismus gerecht werden.


Von Anja Krüger|taz.de

Fast 30 Jahre ist es her, dass der Kölner Erzbischof Joseph Kardinal Höffner erklärte, die Grünen seien für Katholiken nicht wählbar. Heute ist ungewiss, ob die Ökopartei die Kirche oder die Kirche sie übernommen hat. Die beiden wichtigsten LandespolitikerInnen der Grünen, der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Nordrhein-Westfalens stellvertretende Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann, sitzen im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK).

Bei den Protestanten sind Grüne ebenfalls an vorderster Front dabei, wie das Beispiel der Ex-EKD-Präses Katrin Göring-Eckardt zeigt. Auch die Berliner Landesvorsitzende Bettina Jarasch ist Mitglied im ZdK. Die Grünen haben Jarasch mit der Leitung einer Kommission beauftragt, die Reformvorschläge für die Neujustierung des Verhältnisses von Staat und Religions- sowie Weltanschauungsgemeinschaften erarbeiten soll.

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