Hitlers Hetzschrift Bayern will „Mein Kampf“ rigoros verbieten


Bild: ADL
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In diesem Jahr läuft das Urheberrecht für Hitlers „Mein Kampf“ aus. Bayern will mit allen Mitteln eine Veröffentlichung des Buchs verhindern. Das sei man den Opfern schuldig, erklärte Justizminister Winfried Bausback. Auch gegen eine kommentierte Ausgabe will der Freistaat juristisch vorgehen – ein Affront für die beteiligten Historiker.


Von Susanne Lettenbauer|Deutschlandfunk

In Deutschland, vor allem aber in Bayern dürfe Hitlers Hetzschrift „Mein Kampf“ nie wieder gedruckt werden. Für Bayerns Justizminister Winfried Bausback ist die Sache klar. Der Juraprofessor aus Franken übernahm 2013 mit Amtsantritt die Zuständigkeit für das ungeliebte literarische Erbe. Ein Zeichen, dass der Freistaat sich auf bereits auf Strafverfahren vorbereitet. Das nun auslaufende Urheberrecht liegt juristisch gesehen eigentlich beim Finanzministerium. Wie genau man mit dem Werk umgehen soll, damit beschäftigt sich auch das Kultusministerium. Ein Werk, das man am liebsten totschweigen würde in München, entfiele jetzt nicht das Urheberrecht. Mit ganz spitzen Fingern fassen die zuständigen Ministerien das Thema an. Es sei doch schon alles gesagt, meldet sich Justizminister Bausback zum Jahresbeginn aus dem Urlaub:

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