Kosmischer Radiopuls gibt Rätsel auf


Das Parkes Radioteleskop fängt einen kosmischen Radioblitz ein (Illustration) © Swinburne Astronomy Productions
Auf frischer Tat ertappt: Astronomen haben erstmals einen der rätselhaften kurzen kosmischen Radiopulse eingefangen. Bisher ist die Quelle dieser nur wenige Millisekunden an dauernden Radioblitze unbekannt. Die erste Live-Messung liefert nun aber zumindest erste Anhaltspunkte, welche kosmischen Ereignisse als Ursache ausgeschlossen werden können.


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Sie sind ein erst seit einigen Jahren bekanntes Phänomen – und eines, das bisher nur im Nachhinein in den Aufzeichnungen von Radioteleskopen entdeckt wurde. Starke, aber nur wenige Millisekunden dauernde Pulse von Radiowellen, die aus dem Weltraum kommen. Astronomen haben bei der Durchsicht von alten Daten des Parkes-Radioteleskops in Australien sieben solcher Ausbrüche entdeckt, einen weiteren beim Radioteleskop von Arecibo. „Diese Ereignisse sind eines der größten Rätsel im Universum“, erklärt John Mulchaey, Leiter der Carnegie Observatorien.

Solange es aber nicht gelang, einen solchen Radioblitz live einzufangen, fehlten den Forschern wertvolle Daten, um die Quelle dieser Ereignisse genauer einzugrenzen. Jetzt ist eine solche Live-Aufnahme erstmals geglückt. Möglich wurde dies mit Hilfe einer neuen Technik, die eine gezielte Suche nach solchen Ausbrüchen erleichterte.

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