FC Bayern München: Indirekte Werbeträger für Auspeitscher und Salafisten?


Bayern-München-Trainer Josep Guardiola: Sehr engagiert für die Unabhängigkeit Kataloniens, aber weniger engagiert für Menschenrechte. Foto: Thomas Rodenbücher. Lizenz: CC BY 2.0
Der FC Bayern München steht nach einem Trainingslager in Katar und einem Testspiel in Saudi-Arabien zunehmend in der Kritik


Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

Als er auf die Arbeitsbedingungen der hinduischen Quasi-Sklaven beim Bau der WM-Stadien in Katar angesprochen wurde, da meinte der FC-Bayern-Ehrenpräsident Franz-Beckenbauer, er habe bei seinen Reisen dorthin nie Menschen in Ketten oder mit „Büßerkappen“ [sic] gesehen. Ähnlich könnten Spieler und Funktionäre des Vereins antworten, wenn man sie auf die Auspeitschung des Bloggers Raif Badawi in Saudi-Arabien ansprechen würde, wo der Verein am 17. Januar ein Testspiel gegen den saudischen Club al-Hilal absolvierte.

Auch da hätten sie sagen können, sie hätten gar nichts von Badawis Auspeitschung gesehen. Die findet nämlich nur Freitags vor der al-Jafali-Moschee in Dschidda statt. Und letzte Woche wurde sie verschoben, weil ein Arzt Bedenken hatte, dass der wegen „Lächerlichmachens religiöser Figuren des Islam“ Verurteilte die nächsten 50 Hiebe auf den noch nicht verheilten Rücken nicht überlebt. Aber man hätte davon lesen können. In der FAZ, bei Telepolis oder in der Bild-Zeitung.

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