Ägyptische Mumien im Vatikan sind Fälschungen


Vatikanische Museen Museo Egizio, Bild: holidaycheck.com
Zwei vermeintliche Mumien aus der ägyptischen Pharaonenzeit, die in den Vatikanischen Museen aufbewahrt werden, haben sich als Fälschungen entpuppt. Experten stellten mit Hilfe der C14-Methode zur Altersbestimmung fest, dass die circa 60 Zentimeter langen Mumien eigentlich aus dem 19. Jahrhundert stammten und in England hergestellt wurden, berichtete die Tageszeitung „Il Messaggero“.


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Auf dem Gesicht einer der beiden Mumie wurde eine Zinnfolie entdeckt, die in Wales produziert wurde. „Wir haben die modernsten Technologien angewendet, um der Herkunft der vermeintlichen Mumien nachzugehen“, berichtete Alessia Amenta, Direktorin der Ägypten-Abteilung der Vatikanischen Museen.

Florierender Handel und „Mumienmanie“

Der Handel mit Mumien war in der Vergangenheit sehr verbreitet gewesen und begann bereits im Mittelalter. Im ganzen Mittelmeer-Raum wurden Mumien verkauft, deren Pulver für pharmazeutische Zwecke verwendet wurde, berichtete Amenta. Von einer „Mumienmanie“ könne man ab der Renaissance sprechen. „Wahre Mumien kosteten viel, daraufhin hat der Handel mit Fälschungen begonnen“, so Amenta.

Vor allem nach Napoleons Ägypten-Kampagne sei das Interesse von Privatsammlern für Mumien besonders gestiegen. Ähnliche Mumien wie jene, die sich im Vatikan befinden, gibt es rund 40 in Europa.

3 Comments

  1. Das reicht sogar für die Grpndung einer Religion

    Ein Ire namens Michael Chandler kommt 1835 durch Kirtland in Ohio und verkauft vier ägyptische Mumien an die Mormonen. Die Mumien entstammten einer Grabstelle am Nil in der Nähe von Theben. Der Hochstapler Joseph Smith behauptet Papyri aus den Mumien mit Hilfe seiner Sehersteinen Urim und Thummim zu übersetzen, obwohl das Wissen zur hieratischen Schrift seit 2.500 Jahren verschollen ist. Mit pathologischer Phantasie wird sein Buch Abraham, die heilige Schrift der Sekte der Mormonen. Für Joseph Smith ist der Papyrus ein unbekannter Teil der Genesis vom Leben Abrahams, welchen auch Moses für seine 5 Bücher nutzte.

    Etwa fünf Jahre nachdem die „Köstliche Perle“ in England gedruckt wird, gelangt 1856 ein Exemplar in den Louvre. Die Faksimiles zusammen mit den Erklärungen von Joseph Smith untersucht Theodule Deveria, ein Pionier auf dem Gebiet der Ägyptologie. Nach Deveria sind die Papyri ein typischer Gruß der Hinterbliebenen an einen Toten, der Name des Verstorbenen war Horas. Weiterhin findet er im Text die Namen und Titel einiger ägyptischer Götter. Deveria bezeichnete die Erklärungen von Joseph Smiths als kompletten Unsinn. Seine Kommentare erschienen in Frankreich, England und erreichten auch die Mormonen. Als Deveria seine Studien auch in den USA veröffentlicht, erwecken sie reges Interesse. Die Mormonen lehnten die Studien wegen mangelnder Vollmacht seitens ihrer Kirche verbunden mit Einsicht in die Unterlagen ab und unterstreichen ausdrücklich die Echtheit des Buches Abraham.

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    1. Nachtrag zum Relgionsgründer der Mormonen Sekte

      Im März 1826 verurteilte ein Gericht in Bainbridge, New York den 21-jährigen Joseph Smith jr. als aufrührerische Person und Hochstapler. Im Prozess räumte er ein, dass er Mitbürger im großen Stil betrogen habe, indem er waghalsige Goldgräberexpeditionen in den Westen der USA zu nicht existierenden Claims organisierte, und dass er zudem öffentlich behauptet habe, dunkle nekromantische Kräfte zu besitzen. Forschungen bescheinigen ihm ein Sexualleben mit etwa 40 Frauen und Kindern gleichzeitig. Jahre später macht er in den Zeitungen erneut von sich reden (New York Herald, Gazette of Maine, N.Y. Tribune). Die Mormonen haben versucht die gesicherten Archive zu löschen. Der Prophet war als psychopathologisch Irrer sehr aktiv mit kriminellen Taten. Eine Sekte frommer Idioten war das ideale Opfer um erneut abzukassieren.

      Der Hochstapler Joseph Smith behauptet 1827 vom Engel Moroni über goldene Platten mit fremder Schrift informiert worden zu sein. Mittels seiner Sehersteine Urim und Thummim, biblischen Namen die bereits Flavius Josephus 94 n.C. verwendet, kann er die Platten entziffern und das korrekteste Buch aller Zeiten schreiben. In Dokumenten gibt er sich am 19.3.1830 als Autor und Eigentümer aus und beansprucht das Copyright. Laut Gerichtsprotokoll von Richter Neeley gibt Joseph Smith vor seit etwa drei Jahren durch einen Stein zu schauen, um nach verlorenen Schätzen und Wertgegenständen zu suchen. Als Sprache der originalen Dokumente nennt Joseph Smith „reformiertes Ägyptisch“, eine nicht existierende Sprache neben dem damals noch nicht entzifferten Altägyptisch als Keilschrift, Hieratisch und Demotisch.

      Die Mormonenbibel von Joseph Smith sind paranoide Phantasien eines Irren jenseits von historischen Fakten. Die im Buch Mormon handelten Personen und Völker sind inspiriert durch die Bibel frei erfunden, die Mormonenkirche besteht unbeugsam auf einer authentischen Geschichtsschreibung der Völker auf dem amerikanischen Kontinent. Im Buch Mormon stammen die Vorfahren aller amerikanischen Indianer aus Palästina. Als Gott beim Turmbau zu Babel die Sprachen der Menschen verwirrte, sind die erfundenen Jarediten um 2200 v.C. in Booten von Babylon nach Amerika gerudert, obwohl Babylon erst um 1900 v.C als Sumu-abum entsteht. Die Sumerer beherrschen Mesopotamien einschließlich Babylon, ihre Sprache und Kultur ist ähnlich jener der Hethiter mit keiner bekannten Sprache verwandt, die Herkunft ist fraglich.

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