Forscher: „Pegida ist anti-religiös“


Der Politikwissenschaftler Werner Patzelt bescheinigt Pegida, anti-religiös zu sein Foto: flickr | Mehr Demokratie | CC BY-SA 2.0
„Patriotische Europäer“ demonstrieren Montag für Montag gegen die „Islamisierung des Abendlandes“. Dabei hätten sie mit Religion generell nichts am Hut, meint der Politikwissenschatfler Werner Patzelt.


pro Medienmagazin

So wie Pegida gegen eine Islamisierung der europäischen Gesellschaft ist, setzt sich die Bewegung für „die Erhaltung und den Schutz unserer christlich-jüdisch geprägten Abendlandkultur“ ein. So heißt es in ihrem 19-Punkte-Programm. Doch das Christentum spielt für Pegida laut Werner Patzelt keine Rolle. Der Dresdner Politikwissenschaftler ist einer der gefragtesten Experten zum Thema Pegida. In einem Interview mit der Tageszeitung Die Welt sagte er, dass diese Bewegung nicht allein anti-islamisch, „sondern ganz klar anti-religiös“ sei. Dies führt Patzelt auf das atheistische DDR-Regime zurück. Dort habe gegolten: „Religion ist etwas für Dumme – und im Übrigen gefährlich, teils als ‚Opium‘, teils als Quelle von Gewalt.“

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1 Comment

  1. Patzelt hat das klar erkannt. Die Politiker haben diesbezüglich jedoch Tomaten auf den Augen. Religion kann meinetwegen für diejenigen, welche so etwas unbedingt brauchen ja da sein, aber keine Religion hat in der
    weltlichen Politik ein Privileg zu haben oder gar irgendetwas mitzureden. Religion muss absolute, individuelle Privatsache sein. Nur so gibt es eventuell auf Dauer mal ein friedliches Zusammenleben verschiedener Geistergläubiger. Schlimm genug, dass die Christenreligionen bei uns immer noch so aktiv mitmischen. Pegida möchte wahrscheinlich zumindest verhindern, dass die Muselmänner das auch noch tun. Auch wenn Parzelt das erkannt hat, die meisten Vasalen-Politiker im „jüdisch-christlich-römischen Reich Deutscher Nation“ werden auf dem „Schlauch stehen“ bleiben. Wetten dass ?

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