Katholische Scheidung? Aber nennt es nicht Scheidung – Papst Franz zur Rota Romana


Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
In seiner Ansprache am letzten Freitag zur Eröffnung des neuen Gerichtsjahres der Sacra Rota Romana gab Papst Franziskus dem Obersten Gerichtshof eine neue Richtung vor. Eine Vorgabe, die als Wink für alle Kirchengerichte gilt. Zusammenfassend könnte man sagen, daß zwar nicht von einer kirchlichen Scheidung die Rede sein solle, daß man dieser faktisch aber deutlich näherrückt.


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Die päpstlichen Vorgaben fügen sich in das Gesamtbild einer progressiven Eheagenda, die die weltliche Praxis von Scheidungen und Zweitehen mit der Kirche irgendwie in Einklang zu bringen versucht. Für unterschiedliche „Lebensabschnittspartnerschaften“ muß das Ehesakrament und die damit verbundene Unauflöslichkeit der Ehe dialektisch umgedeutet werden. Ein Gewaltakt.

Kurz vor Beginn der Bischofssynode über die Familie ernannte Papst Franziskus im September 2014 eine Kommission, deren Aufgabe es ist, ein beschleunigtes und vereinfachtes Procedere für Ehenichtigkeitsverfahren zu erarbeiten.

Wie in anderen Fällen ging Franziskus gestern nicht auf Details ein. So sagte er auch nicht, daß künftig vielleicht eine Instanz genügen könnte, wo seit mehr als 250 Jahren erst nach gleichlautenden Nichtigkeitsentscheidungen zweier Instanzen eine Ehe für nichtig zu betrachten ist.

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1 Comment

  1. In Punkto Hinterlist, kann dem Klerus so schnell niemand das Wasser reichen. Wären seine Schafe echte Schafe, fielen sie wenigstens unter das Tierschutzgesetz. 😉

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