Charlie-Hebdo-Heft in Israel nur im Online-Handel


Bild. Charlie Hebdo
Bild. Charlie Hebdo
Israels größte Buchhandelskette Steimatzky hat nach Protesten von Moslems eine für Montag geplante Verkaufsaktion der Sonderausgabe von Charlie Hebdo abgesagt. Das Angebot werde aber über das Internet bestellbar sein.


Von Inge Günther|Berliner Zeitung

Israels größte Buchhandelskette Steimatzky hat nach Protesten von Moslems eine für Montag geplante Verkaufsaktion der Sonderausgabe von Charlie Hebdo abgesagt. Das Heft mit einem weinenden Mohammed auf der Titelseite, das in Millionenauflage nach dem Attentat auf die Redaktion des französischen Satiremagazins in Paris gedruckt wurde, soll lediglich per Online-Bestellung in Israel zu erhalten sein.

Die Islamische Bewegung in Israel hatte in einem Brief an die Regierung die Verkaufsaktion als Provokation bezeichnet, die muslimische Gefühle verletze, und mit Boykott von Steimatzky und Demonstrationen gedroht. Es sei „nicht richtig, im Namen der Meinungsfreiheit den Glauben von hunderttausenden Staatsbürgern in Israel zu verletzen“, hieß es darin.

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