Papst: Keine Mission zwischen den Kirchen


Bild bearb. BB
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Papst Franziskus hat der gegenseitigen Abwerbung von Gläubigen unter christlichen Kirchen eine Absage erteilt. „Das gemeinsame Engagement, das Evangelium zu verkünden, erlaubt, jede Form von Proselytenmacherei und die Versuchung zum Konkurrenzkampf zu überwinden“, sagte er am Sonntag in Rom beim traditionellen ökumenischen Wortgottesdienst zum Abschluss der Gebetswoche für die Einheit der Christen.


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. Alle Christen seien im „Dienst ein und desselben Evangeliums“, so der Papst. Zugleich forderte er in der Kirche Sankt Paul vor den Mauern dazu auf, „alles polemische oder apologetische Verhalten“ abzulegen und gemeinsam, das Verbindende zwischen allen Christen zu suchen. So könnten „viele von der Vergangenheit ererbte Streitigkeiten unter den Christen“ überwunden werden.

Weiter wandte sich der Papst in seiner Predigt gegen ein intellektuelles Schaulaufen im ökumenischen Dialog. Die Einheit der Christen werde nicht das Ergebnis „raffinierter theoretischer Diskussionen“ sein, in denen jeder versuche, den anderen von der Stichhaltigkeit der eigenen Ansichten zu überzeugen. Nötig dazu sei vielmehr die Erkenntnis, das wir uns „gegenseitig brauchen“ um in die Tiefe des Geheimnisses Gottes einzudringen, erklärte Franziskus. Um einander zu verstehen und in der Liebe und der Wahrheit zu wachsen, müsse man „innehalten, einander annehmen und einander zuhören. „Auf diese Weise beginnt man bereits, Einheit zu erleben“, sagte Franziskus.

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