CDU-Bundesvize Klöckner verharmlost den Hitlergruß


Julia Klöckner | © dpa
Für die Mainzer CDU-Landeschefin ist die Geste offenbar durch die Meinungsfreiheit gedeckt. Grüne und SPD sind irritiert. Ihre Partei beklagt eine böse Unterstellung.


ZEIT ONLINE

Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende hat das Recht auf freie Meinungsäußerung verteidigt. Die Meinungsfreiheit sei für eine freie Gesellschaft grundlegend, auch wenn man nicht immer mit anderen einer Meinung sein könne, mahnt die Politikerin in einem Interview.

Der Wortlaut des Interviews legt nahe, dass für Klöckner auch der Hitlergruß zu Meinungsfreiheit gehört. Wer mit den Terroropfern von Paris Mitgefühl zeige, „der muss auf der anderen Seite auch [die islamfeindliche Bewegung] Pegida ertragen können als Teil der Meinungsfreiheit“, sagte sie. „Ich mag natürlich auch keinen, der sich mit einem Hitlergruß ablichten lässt und Anführer einer Pegida-Demonstration ist.“ Dennoch sei das Recht auf freie Meinungsäußerung, auch wenn einem die Inhalte nicht gefielen, grundlegend für die freie Gesellschaft.

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