Holocaust ist Stachel im deutschen Nationalgefühl


Blick von der Zugrampe innen auf die Haupteinfahrt des KZ Auschwitz-Birkenau (Fotografie vom 27. Januar 1945) Bild:wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 de
Ein deutscher „Party-Patriotismus“ blende die schwierigen Ereignisse der deutschen Geschichte oft aus, beobachtet der Antisemitismus-Forschers Rolf Pohl. Dadurch herrsche ein Lebensgefühl nach dem Motto: „Ich möchte endlich wieder stolz sein, ein Deutscher zu sein, ohne ständig an Auschwitz denken zu müssen.“


evangelisch.de

Der Holocaust bleibt nach Ansicht des Sozialpsychologen und Antisemitismus-Forschers Rolf Pohl ein Stachel im deutschen Nationalgefühl. „Der Schatten von Auschwitz stört“, sagte der Professor der Leibniz-Universität Hannover in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar. Je stärker Menschen in Deutschland ihre nationale Identität betonten, desto schwerer täten sie sich mit der Erwähnung von Auschwitz. Daran ändere auch nichts, dass die Leugnung des Holocaust offiziell unter Strafe stehe.

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