Blasphemie: Wenn Juristen die Islamisierung vorantreiben


Solange der öffentliche Frieden nicht gestört wird: Gläubige beim Freitagsgebet in der Khadija Moschee in Berlin-Pankow am bundesweiten Tag der offenen Moschee Foto: picture alliance / ZB
In einem Zeitungsbeitrag hat sich ein Bonner Rechtsprofessor dafür ausgesprochen, den Paragrafen 166 zu verschärfen. Gotteslästerung möge wieder härter bestraft werden. Im Sinne der Integration.


Von Henryk M. Broder|DIE WELT

Von wegen: Eine Islamisierung findet nicht statt. Und wie sie stattfindet. Nur eben nicht seitens des Zentralrates der Muslime oder auf Betreiben eines anderen Spitzenverbandes, sondern aus einer ganz anderen Ecke heraus.

Am Montag erschien in der „FAZ“ ein ganzseitiger Artikel, geschrieben von Christian Hillgruber, Professor für öffentliches Recht an der Universität Bonn. Die Überschrift: „Ein Integrationshindernis ersten Ranges“.

Gemeint war nicht, wie man auf den ersten Blick annehmen konnte, die deutsche „Willkommenskultur“ oder das fehlende Einwanderungsgesetz, nicht die Gettoisierung der Zuwanderer in Vierteln wie Neukölln, auch nicht das Satellitenfernsehen, das arabische und türkische Propaganda verbreitet, gemeint war – nota bene! – der Paragraf 166 des deutschen Strafgesetzbuches. Der sorge dafür, dass die „Diffamierung von Religion im Namen von Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit in Deutschland praktisch keine Grenzen“ mehr kenne. Denn „die Beschimpfung von Religion“ störe „den öffentlichen Frieden“.

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4 Comments

  1. Mhm, würden ein paar durchgeknallte Atheisten aus Hass auf die ständigen, durchaus nicht satirischen Beschimpfungen von Atheisten durch christliche Vollreligioten in eine Kirche rennen und so einen Hetzer (und ein paar applaudierende Schäfchen) erschießen (wo sollen allerdings solche durchgeknallte Atheisten her kommen?), würde irgendein Politiker oder Jurist auch nur im geringsten in Erwägung ziehen, den „öffentlichen Frieden“ mit dem Schutz von Atheisten durch Ausweitung des §166 zu sichern? Nur mal so gefragt, um den Unsinn dieser Forderung zu unterstreichen. Solche Vollreligioten sind einfach nicht satisfaktionsfähig!

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  2. @Rhenus
    Wenn der Dekan der Fakultät Theologie studiert hat und damit gemäß den Erfahrungswerten der letzen 30 Jahre mit der RKK zu 15% ein Kinderficker oder zu 50% eine Schwuchtel ist, was also kann man von solchen Tyen erwarten.

    Bitte die Erwartungen nicht zu hoch ansetzren, Theologen sind vergleichbar mit notgeilen Bonobos. Die fi+++ alles was hinten ein Loch hat

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  3. Ich wusste gar nicht, dass der Bonner Uni Lehrstuhl für Öffentliches Recht noch immer ein verdeckter Konkordatslehrstuhl ist? 😉

    http://de.m.wikipedia.org/wiki/Konkordatslehrstuhl#Bonn

    Die Bundesrepublik würde mit einem „gottgefälligeren Blasphemie Paragrafen“ dann sogar hinter Russland rangieren, weil die Russische Föderation kürzlich diesen Deutschen Paragrafen ins Russische übersetzt ins Strafrecht einfügte, um den Menschenrechtsbedenken de Westen entgegen zu kommen, falls „Pussy Riot“ oder mutige Femen mal wieder in eine Orthodoxe Kirche einfällt und nicht in den Kölner Dom. 😉

    Vielleicht ist der Bonner Jura Professor aber auch nur ein Schalk, der sich in der Narrenzeit des Karneval besonders wohl fühlt? 😉

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