Grünen-Kandidatin tritt bei Rechtsextremisten auf


Foto: Pressebild.de/Bertold Fabricius Die Grünen-Politikerin Nehabat Güçlü soll nach einem Auftritt bei rechtsextremen Türken aus der Partei ausgeschlossen werden
Ex-Bürgerschaftsvizepräsidentin Nebahat Güçlü sprach im Wahlkampf bei einer türkischen Organisation, zu der auch die gefürchteten „Grauen Wölfe“ gezählt werden. Nun droht ihr der Parteiausschluss.


Von Jens Meyer-Wellmann|DIE WELT

Die Hamburger Grünen-Spitze hat ein Parteiausschlussverfahren gegen die eigene Bürgerschaftskandidatin und frühere Bürgerschaftsvizepräsidentin Nebahat Güçlü angekündigt. Grund ist ein Wahlkampfauftritt Güçlüs bei einer vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuften türkischen Organisation, zu der auch die sogenannten Grauen Wölfe gerechnet werden.

Hintergrund: Am 18. Januar war Güçlü, die seit zwei Jahren auch Vorsitzende der türkischen Gemeinde Hamburg ist, als Rednerin bei einer Veranstaltung der als extrem nationalistisch geltenden Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland aufgetreten, zu der auch die Ülkücü-Bewegung zählt, deren Mitglieder als Graue Wölfe bezeichnet werden. Laut Verfassungsschutzbericht liegt der Bewegung „ein übersteigerter türkischer Nationalismus zugrunde, der mit einer Überhöhung der eigenen Ethnie und einer Abwertung anderer Ethnien gepaart ist“.

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