Luxemburg: Religionslehrer und „Fir de Choix“ sind unzufrieden


Die Initiative „Fir de Choix“ und die Religionslehrer der Grundschule kritisieren die Abschaffung des Religionsunterrichts. Photo:Anouk_Antony/WORT
Die Religionslehrer der Grundschule sind „unzufrieden und enttäuscht“ über die Konvention, die am Montag von Regierung und Glaubensgemeinschaften unterschrieben wurde, und die zu einer Trennung von Kirchen und Staat führen soll. Durch das Abkommen werde der Beruf des Religionslehrers einfach abgeschafft, erklärte der Vorsitzende der „Association luxembourgeoise d’enseignant(e)s d’éducation religieuse et morale dans l’enseignement fondamental“ (Alerf), Yves Brosius.


Luxemburger Wort

Brosius kritisiert hauptsächlich die Regierung. Unterrichtsminister Claude Meisch habe die Alerf nicht hinreichend in die Diskussionen eingebunden, man habe kaum eine Möglichkeit gehabt, die Interessen der Religionslehrer zu verteidigen. „Der Religionsunterricht hatte in den vergangenen Jahren nie eine Chance, sich richtig zu beweisen“, betonte Brosius gegenüber der Presse.

Dabei hätten sich die Religionslehrer durchaus mit einem „Religionenunterricht“ anfreunden können. Ein duales System – Religionenunterricht und Moralunterricht – hätte laut Alerf zudem den Vorteil gehabt, dass die Kinder und Jugendlichen, bzw. ihre Eltern weiterhin zwischen zwei Unterrichtsfächern hätten wählen können.

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