Al Jazeera will Terroristen nicht Terroristen nennen


Das Studio von Al Jazeera in Dohar. Um den amerikanischen Kanal des Senders gibt es eine Kontroverse Foto: Wittylama, Wikipedia | CC BY-NC 1.0
Auf Al Jazeera America dürfen Terroristen nicht als Terroristen bezeichnet werden. Der Sender unterstützt Gewalttaten auf sprachlicher Ebene – unter dem Vorwand der Neutralität.


Von Moritz Breckner|pro Medienmagazin

Ein leitender Redakteur des amerikanischen Ablegers von Al Jazeera, Carlos van Meek, hat seine Mitarbeiter ermahnt, die Worte Extremist, Terrorist und Islamist nicht zu verwenden. „Wir wollen über Gruppen und Individuen anhand ihrer Taten berichten und den Zuschauern Kontext liefern, statt vereinfachende Etiketten zu benutzen“, heißt es in einer internen E-Mail, die von der Zeitschrift National Review veröffentlicht wurde. Stattdessen könnte das Wort „Kämpfer“ benutzt werden. „Des einen Terrorist ist des anderen Freiheitskämpfer“, teilte der Journalist allen Ernstes mit, und bediente sich damit einer zynischen Floskel, die seit Jahren unter Terror-Verstehern zirkuliert.

Vielleicht will van Meek friedliche Muslime davor schützen, mit Islamisten in einen Topf geworfen zu werden. Das wäre ehrenwert und islamophil. Aber was glaubt van Meek, wer die Zuschauer von Al Jazeera America sind? Der Sender ist ein Zweig von Al Jazeera English und richtet sich an ein Publikum innerhalb der USA.

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2 Comments

  1. Das darf Al Jazeera aber nicht. :;-) Was Terroristen sind, legen alleine die USA – für ihr ganzes Imperium – fest!. 😉

    Als den USA damals der Einmarsch der Sowjetunion nach Afghanistan – aber immerhin auf Einladund der damaligen afghanischen Regierung – nicht gefiel, hat man flux islamische Fundamentalisten in Saudi Arabien und Pakistan aufgepäppelt, militärisch trainiert und modern ausgerüstet und festgelegt, „AlQuida und die Taliban“ sind islamistische Freiheitskämpfer, die „Ungläubige“ aus einem islamischen Staat vertreiben und das von „sowjetischen Atheisten“ unterjochte Land, für die Wohltaten des Islam zu Gewinnen. 😉

    Die Sowjets erkannten, gegen einen fundamentlichen Islam helfen auch nicht die besten Waffen und zogen sich aus Afghanistan zurück. 😉

    Die nun „arbeitslosen“ Freiheitskämpfer in Afghanistan machten noch mehr Länder aus, die von „Ubgläubigen“ beherrscht wurden und machten sich an deren „Befreiung“…… 😉 ….Blöderweise meist dort, wo US Öl unter der arabischen Wüste lag.; also wurde AlQuaide und die Taliban“ von den USA umgehend zu Terroristen erklärt. 😉

    Als sich dann die Afghanen gegen unsere Besatzung (USA/NATO) zu wehren begannen war man in Washington ganz verwundert , denn wir sind doch per Definition immer die „Guten“, die für Menschenrechte weltweit Kriege führen. 😉

    2012 wuren die USA, (Israel), England, Frankreich und Türkei des Syrischen Präsidenten Bashar al Assad überdrüssig; er wollte eigenmächtig mit dem Iran und Russland zusammen Öl/Pipelines ans Mittelmeer bauen, am US Öl unter der arabischen Wüste vorbei. 😉 …also musste Assad wegen „Menschenrechtsverletzungen“ weg. 😉 Da die syrische Opposition dafür zu schwach war, rüstete man wieder islamistische „Freiheitskämpfer“ aus, um das schmutige Kriegshandwerk für die USA/NATO zu vollziehen, wie in Afghanistan.

    ISIL, ISIS…und IS entfachten das Licht des Islam mit Artillerie und Granaten und der Sharia, Kopfabschneiden, eine saudische Folklore sozusagen… ;-). Zuerst bemächtigte sich die „Freiheitskämpfer“ der syrischen Ölquellen, um sich zu finanzieren, bevor man bei den Freiheitskämpfern erkannte, im Irak gab es noch viel mehr davon. 😉 Umgehend wurden die „Freiheitskämpfer“ von gestern, die blutigen „Terroristen“ von heute. 😉
    Die USA bestimmen immer Zeitnah, wer „Terrorist“ und wer „Freiheitskämpfer“ ist….aber Wir sind immer die Guten“!
    😉 😉

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