Religion zwischen Krieg und Frieden: In Zeiten des Aufruhrs


religion_warEs wird Zeit, zu begreifen, dass Religionsgemeinschaften, die Hunderte Millionen Menschen in sich vereinen, Mitverantwortung tragen für einen jeden Krieg und Frieden auf dieser Welt.


Von Diana Kinnert|The European

Nicht erst seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 oder der Ermordung der Redakteure und Karikaturisten des französischen Satire-Magazins „Charlie Hebdo“ sind die Begriffe Religion und Gewalt eng miteinander verknüpft. Niemals war der gläubige Mensch ohne Krieg. Es liegt zweieinhalb Jahrtausende zurück, da der vorsokratische Philosoph Heraklit von Ephesos vom Krieg als „Vater aller Dinge“ sprach.

Für viele Naturreligionen war der Krieg eine selbstverständliche Kategorie. Im Alten Testament spricht der Prediger Salomo: „Das Lieben hat seine Zeit und auch das Hassen, der Krieg und der Frieden.“ Jede der drei großen abrahamitischen Religionen kennt die kriegerische Auseinandersetzung, kennt die Gewalt, kennt den Terror.

Bewusstsein für die Verbrechen im Namen Gottes

Wer hoffte, zweitausend Jahre später seien die Menschheit und ihre Religionen von Krieg und Gewalt befreit, wird heute eines anderen belehrt. Die Weltlage scheint so düster wie lange nicht mehr. Überall erstarkt der religiöse Fundamentalismus. Selbsternannte Tempelritter morden in religiösem Wahn. Sie treiben Keile zwischen die Nationen, zwischen die Religionen, zwischen die Menschen.

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