Gotteslästerung ist ein Menschenrecht


der_die_das_gottDer Blasphemie-Paragraph gehört abgeschafft. Der Wunsch von Konservativen, die Strafen für Gotteslästerung im Gegenteil noch zu verschärfen, geht ohnehin ins Leere: Denn er beruht auf der falschen Annahme, der Paragraph 166 schütze religiöse Gefühle


Von Alexander Grau|Cicero

Pluralistische Gesellschaften sind anstrengend, keine Frage. Man muss ertragen, dass andere Menschen einen anderen Geschmack haben, andere Ansichten und andere Moralauffassungen. Besonders gemeine Zeitgenossen machen sich sogar über den Lebensstil anderer lustig oder ziehen in den Schmutz, was diesen lieb und teuer ist. Das nervt und kann verletzend sein.

So richtig empfindlich reagieren Menschen, wenn ihr religiöser Glaube, dessen Symbole oder Institutionen angegriffen werden. Das ist zunächst nicht verwunderlich. Denn für viele Menschen ist Religion nach wie vor das, „was uns unmittelbar angeht“, wie es der protestantische Theologe Paul Tillich einmal formulierte. Und selbst für diejenigen, die es weniger existentialistisch sehen, ist jeder Angriff auf ihre Religion immer auch eine Attacke auf die eigene Kultur, auf Traditionen oder wertvolle Erinnerungen.

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2 Comments

  1. Gotteslästerung ist mit Religionen nicht erreichbar

    Der RKK Großinquisitor Ratzinger droht 1990 fast all-wissend: „Wer nicht die unfehlbaren Inhalte des christlichen Glaubens ohne Zweifel, ohne Kritik und Vorbehalte annimmt, der hat einen persönlichen Defekt, eine mangelhafte persönliche Heiligung, ein ungenügend gebildetes Gewissen, eine sündige Verfasstheit, eine auf Vorurteilen beruhenden Geist der Kritik und huldigt der Untreue gegen den Heiligen Geist“

    Die RKK Realitätsleugnung ist ein paranoider Wahn vermittelt durch raffinierte Trugbilder. Kritik ist nicht erlaubt, mit Fakten sind Religioten geistig total überfordert, wissensschaftliche Argumente werden geleugnet. Die RKK Dogmen verlangen blind zu glauben, sonst kommt ewig die grauenhafte Höllenpein, besonders wenn sich Zweifler auf die Menschenrechte berufen und freie Gedanken in Rede und Schrift forden

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