Grundrecht gegen das Gedankenlesen


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Das ist bald keine Science-Fiction mehr: Staaten und Firmen sammeln Neurodaten und kontrollieren so unsere Gedanken und Gefühle. Der Datenschutz ist diesem Angriff auf die Privatsphäre bisher nicht gewachsen.


Von Dara Hallinan, Philip Schütz, Michael Friedewald und Paul de Hert|Süddeutsche.de

Gedankenfreiheit ist das Herzstück einer demokratischen Ordnung. In Zeiten der massenhaften Überwachung physischer und virtueller Räume ist der menschliche Geist die letzte Bastion absoluter Freiheit und Privatheit. So könnte man meinen – doch auch diese Bastion scheint zu bröckeln. Denn es werden mehr und mehr Neurodaten gesammelt, also Daten zu den Abläufen im Gehirn.

Anfänglich wurden Neurodaten zu medizinischen Zwecken verwendet. Man erhoffte sich zum einen, durch bildgebende Verfahren wie der Kernspintomographie (MRT) neurologische Erkrankungen besser zu verstehen. Zum anderen entdeckte man mit der Elektroenzephalographie (EEG) – die durch das Gehirn produzierte elektrische Impulse misst -, dass Menschen mit ein wenig Übung in der Lage waren, diese Impulse zu kontrollieren.

Daraufhin wurden Brain-Computer-Interfaces (BCIs) entwickelt. So konnten etwa Patienten mit Locked-in-Syndrom – die sich trotz vollem Bewusstsein weder bewegen noch körperlich mit ihrer Umwelt interagieren können – wieder über einen Bildschirm mit anderen kommunizieren. Ein weiteres Beispiel ist das Mindwalker-Projekt, das querschnittsgelähmte Menschen mit Hilfe eines gedankengesteuerten Exoskeletts zum Gehen befähigen soll.

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1 Comment

  1. „Gedankenlesen“………..das Wissen der Mensch ist geistig so klein,mehr als Gehirnströme messen und Aktivitäten im Gehirn wahrnehmen ist den Menschen möglich,mehr nicht!

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