Dodo Marx: Ja zur „Entklerikalisierung der Macht“


Quelle: www.bgland24.de
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Kardinal Reinhard Marx regt eine Durchsicht des Kirchenrechts an, um mehr Aufgaben für Laien, besonders Frauen, in der Kirche zu öffnen. Im Gespräch mit der US-amerikanischen Jesuitenzeitschrift „America“ sagte Marx, er wünsche sich mehr Frauen an verantwortungsvollen Stellen im Vatikan und in der Kirche im Allgemeinen.


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Der Ausschluss von Frauen sei „nicht im Geist des Evangeliums“. Er halte die „Entklerikalisierung der Macht“ in der Römischen Kurie und in den Diözesen für wichtig, erklärte Marx. Der Kardinal koordiniert den neuen vatikanischen Wirtschaftsrat und gehört dem Rat der neun Kardinäle an, die den Papst bei der Kurienreform beraten. „Wir müssen auf das Kirchenrecht sehen und theologisch darüber nachdenken, welche Aufgaben unbedingt Priester erfordern. Alle anderen Aufgaben, im weitesten möglichen Sinn, müssen Laien offen stehen, Männern wie Frauen, aber besonders Frauen.“

In der Vatikanverwaltung sei es „nicht nötig, dass Kleriker alle Kongregationen, Räte und Abteilungen leiten“, sagte Marx. Er finde es bedauerlich, dass in dem von ihm geleiteten Wirtschaftsrat unter den Laien keine Frau vertreten sei. Die Auswahl sei vor seiner Ernennung erfolgt, er werde nach geeigneten Expertinnen für das Gremium suchen. Zugleich würdigte Marx, dass im Wirtschaftsrat „zum ersten Mal überhaupt im Vatikan“ Laien mit demselben Grad an Verantwortung und Rechten wie die Kardinäle tätig seien. „Das sieht nicht aus wie ein großes Ding, aber große Dinge beginnen mit kleinen Schritten, richtig?“

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