Islam und Europa: Wie Napoleon den Zorn erschuf

napoleon_religionEs ist die erste Begegnung der islamischen Welt und des modernen Europa: 1798 fällt Napoleon in Ägypten ein. Es folgt ein Jahrhundert der Demütigungen für den Orient, das bis heute nachwirkt.


Von Steffen Gassel|stern.de

Die Meinung des Kairoer Chronisten über jene Menschen, die im Sommer 1798 in sein Land eingefallen sind, ist eindeutig: „Wenn einen Franzosen die Natur überkommt, erledigt er sein Geschäft, wo immer er gerade ist, sogar wenn ihn andere sehen – und danach geht er einfach weg, ohne sich die Hände zu waschen“, notiert Abd al Rahman al Dschabarti entrüstet. Und außerdem: „Die Franzosen haben Verkehr mit jeder Frau, die ihnen gefällt und umgekehrt.“ Am meisten aber entsetzt den Religionsgelehrten der altehrwürdigen al-Azhar-Universität die Behauptung der Fremden, alle Menschen seien vor Gott gleich. „Wie könnte das sein, da Gott doch manche über andere gestellt hat?“ Er meint natürlich: Die Muslime über die Ungläubigen. Für ihn und Millionen seiner Zeitgenossen in der islamischen Welt ist das in dieser Zeit so selbstverständlich, dass es nicht einmal ausgesprochen werden muss.

Die Franzosen, die in den Spätsommertagen sein Land erobern, stehen al Dschabarti an Selbstherrlichkeit in nichts nach. Zivilisieren wollen sie die Ägypter. Das Land zu alter Größe zurückführen. Napoleon Bonaparte, ihr Anführer, sieht sich als oberster Verteidiger des Islam. Seine Reitersoldaten tragen Uniformen in Grün – der Farbe des Propheten. Er schlägt vor, das Freitagsgebet in der großen Moschee der al Azhar möge ab sofort in seinem statt im Namen Allahs gesprochen werden.

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Versuchslabor: Drei-Religionen-Haus „House of One“ in Berlin

farrer Gregor Hohberg (l-r), Rabbiner Tovia Ben-Chorin und Imam Kadir Sanci in Berlin. Dort soll ab 2015 das Bet- und Lehrhaus, das „House of One“ entstehen. (picture alliance / dpa / Foto: Paul Zinken)
Ausgerechnet in Berlin, der Stadt, in der die Vernichtung des Judentums geplant wurde, soll das „House of One“ entstehen, um Christen, Juden und Muslimen eine Begegnungsstätte zu bieten. Die Hoffnungen, die die Beteiligten mit diesem Projekt verbinden, sind groß.


Von Gunnar Lammert-Türk|Deutschlandradio Kultur

„Das ist ein Projekt, das nicht nur Berlin angeht und Deutschland angeht, sondern das ist ein Projekt, das sich bewusst an alle Interessierten und hoffentlich viele Interessierten in der Welt wendet. Es ist also ein Zukunftsversprechen.“

Volker Hassemer ist Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zukunft Berlin. Er spricht von einem Projekt, das ihm am Herzen liegt, weil es zukunftsweisenden Charakter hat und über Berlin hinaus Beachtung verdient. Die Rede ist vom House of One, einem Sakralgebäude, das die drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam unter einem Dach vereinen soll und offen ist für die Begegnung mit der säkularen Stadtgesellschaft. Bislang gibt es lediglich den architektonischen Entwurf und den Platz, auf dem es errichtet werden soll. Und das ist nicht irgendein Platz in der Stadt, sondern, wie Pfarrer Gregor Hohberg erklärt…

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Blutrache: Ein anderes Verständnis von Gerechtigkeit

© Picture-Alliance Vergrößern Auf der Suche nach dem Grund: Beamter der Spurensicherung am Tag der Tat im Januar 2014 vor dem Landgericht in Frankfurt.
Im vergangenen Jahr erschoss ein Afghane vor dem Landgericht Frankfurt zwei andere Afghanen. Der Fall, der gerade verhandelt wird, befeuert die Diskussion um Paralleljustiz. Darf die kulturelle Herkunft eines Täters eine Rolle spielen?


Von Katharina Iskandar|Frankfurter Allgemeine

An jenem Morgen, an dem die Schüsse fielen, stand Hamayon S. auf dem Hof des Frankfurter Landgerichts und wartete. Er war früh aufgestanden, noch in der Dunkelheit. Er hatte seinem Sohn Bescheid gesagt, er fahre zu Gericht, dann war er auch schon fort. Es war kalt an diesem Morgen des 24. Januar 2014, und die Menschen, die Hamayon S. vor dem Gerichtsgebäude stehen sahen, sagten später, er sei völlig ruhig gewesen, still und unauffällig. Gar nicht so wie jemand, der unter seiner Jacke eine Pistole „Smith & Wesson“, neun Millimeter, und ein Jagdmesser trug, mit denen er in den nächsten Minuten die zwei Männer töten sollte, die er für den Tod seines Bruders verantwortlich macht.

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Karl des Große: Lobgesang auf Kaiser und Stadt

Der Erzbischof von Dijon (nicht im Bild) hält am Samstagabend für das Karlsamt Einzug in den Dom. Foto: Rolf Oeser
Großer Trubel am Dom: Frankfurt feiert einen Gottesdienst zu Ehren Karls des Großen. Im Zentrum steht ein überraschend politischer Appell des Erzbischofs von Dijon.


Von Milan Jaeger|Frankfurter Rundschau

Großer Trubel am Dom: Frankfurt feiert am Samstagabend das Karlsamt zu Ehren Karls des Großen. Vor 1201 Jahren ist der Frankenkaiser gestorben. Ihm zu Ehren haben die Gläubigen dem kalten Januarregen, der erst später in Schnee übergehen wird, getrotzt und füllen nun den Dom bis auf den letzten Platz.

Der Karlsamt genannte Gottesdienst wird seit mehr als 600 Jahren in Frankfurt und Aachen Ende Januar begangen. Am 28. Januar 814, einem Samstag, war Karl der Große, dem die Mainstadt ihre erste Erwähnung in den Geschichtsbüchern verdankt, gestorben. Der Herrscher hatte im Jahr 794 eine Reichssynode nach Frankfurt berufen und so für die erste schriftliche Erwähnung der heutigen Main-Metropole gesorgt.

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Respekt vor dem Islam, respektlos beim Christentum

(Foto: Festkomitee Kölner Karneval)
(Foto: Festkomitee Kölner Karneval)
Dass der Kölner Karnevalszug eine harmlose Darstellung der Meinungsfreiheit zurückzieht, ist scheinheilig. Niemand regt sich auf, wenn die Jecken als Nonnen oder Priester verkleidet rumrennen.


Von Hildegard Stausberg|DIE WELT

Ach Gott, was wollte man doch mutig sein in Colonia. Nach den Morden in Paris im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Karikaturen erreichte die weltweite Solidaritätswelle auch die rheinische Karnevalshochburg.

Umgehend entschlossen sich die Organisatoren, ein starkes Zeichen zu setzen für Meinungsfreiheit und gegen islamistische Intoleranz und Mordgelüste. Der Entwurf eines „Charlie Hebdo“-Karnevalswagens wurde in Auftrag gegeben, der das Pariser Drama thematisieren sollte. Wollte man das nicht geheim halten – oder konnte man das gar nicht?

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Ecclesiogene Neurosen: Die göttliche Vollmacht des Wortes vertreibt den Satan

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Das Evangelium befreit aus der Knechtschaft der vielen üblen Geister dieser Welt und ändert das Leben. – 6. Juni 2015: Reise nach Sarajewo. Der neue Humanismus und die Kultur des Lebens.


Von Armin Schwibach|kath.net

Angelus am vierten Sonntag im Jahreskreis. In seiner Ansprache stellte Papst Franziskus das Tagesevangelium in den Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit (Mk 1,21-28).

Der Evangelist Markus berichte, wie sich Jesus in Kafarnaum am Sabbat sofort in die Synagoge begebe, um zu lehren. Dies lasse den Primat des Wortes Gottes in den Sinn kommen. Jesus denke nicht daran, sich in der Stadt zunächst einzurichten. Seine Hauptsorge sei, das Wort Gottes zu verkünden – „mit der Kraft des Heiligen Geistes“: „Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten“ (V. 22).

Franziskus fragte sich, was „mit Vollmacht“ bedeute: „Dies heißt, dass in den menschlichen Worten Jesu die ganze Kraft des Wortes Gottes verspürt werden konnte“. Dabei sei eine der Charakteristiken dieses Wortes, dass es das, was es sage, verwirkliche, da es dem Willen und der Wahrheit Gottes entspreche.

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In Saudi-Arabien wird munter weiter geköpft

a736b-saudi-arabia-jpgKöpfen ist nicht nur eine Lieblingsbeschäftigung des „Islamischen Staats“. Im islamischen Staat Saudi-Arabien, einem Alliierten des Westens und ausgerechnet Teil der Anti-IS-Koalition, besteht man auf derselben Tradition.


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Während die westlichen Regierungen die Praxis des IS brandmarken, herrscht großes Schweigen gegenüber den reichen saudischen Monarchen, mit denen man es sich nicht verderben will. Zum Begräbnis von König Abdullah schickte man denn auch hohe staatliche Gesandte und würdigte ihn in Beileidsbotschaften. US-Präsident Barack Obama war sich nicht zu schade, mit einer großen Delegation beim Nachfolger König Salman anzutreten. Als gelungen wurde die Geste von Michelle Obama gefeiert, kein Kopftuch zu tragen.

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Zentralratschef Schuster warnt vor Web-Blog „Politically Incorrect“

Screenshot brightsblog
Screenshot brightsblog
Der Zentralrat der Juden in Deutschland warnt vor einem wachsenden Einfluss rechtspopulistischer Netzwerke.


evangelisch.de

Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montagsausgabe) sagte der Zentralratsvorsitzende Josef Schuster, diese rechten Gruppierungen stünden etablierten rechtsextremen Parteien wie der NPD in ihrer Gefährlichkeit für eine pluralistische Gesellschaft in nichts nach. Namentlich nannte der Zentralratsvorsitzende den reichweitestarken Web-Blog „Politically Incorrect“ (PI).

Er sei eng mit der „Pegida“-Bewegung verknüpft, warne vor einer Islamisierung Deutschlands und einem vermeintlich stark verbreiteten „Gutmenschentum“ in Deutschland. „Dort wird Hetze übelster Sorte betrieben“, sagte Schuster. Der Internet-Blog hat nach eigenen Angaben 50.000 bis 60.000 Leser am Tag.

Der Düsseldorfer Rechtsextremismusforscher Alexander Häusler stützte die Warnung des Zentralrats. PI sei ein „rassistischer Hetzblog“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ Insbesondere Leserkommentare grenzten teilweise an eine „unverhohlene Aufforderung zum Mord“.

Marwa El-Sherbiny Kulturzentrum islamfeindlich beschmiert

Ehrendes Gedenken für die Tote am Dresdner Rathaus. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0
Unbekannte Täter haben das islamische Bildungs- und Kulturzentrum in Dresden mit einer Beleidigung des Propheten Mohammed beschmiert. Das Kulturzentrum trägt den Namen der Ägypterin Marwa El-Sherbini.


MiGAZIN

Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Donnerstag das Dresdner islamische Kulturzentrum Marwa El-Sherbini beschmiert. An der Wand des Zentrums, das von den Muslimen in Dresden auch als Moschee genutzt wird, sei ein Schriftzug gegen den Propheten Mohammed aufgebracht worden, berichten die Dresdner Neuesten Nachrichten. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.

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Jesus-Aufkleber beschert Pfarrerin Probleme mit der Versicherung

DerverzweifelteJesus

Versicherung behauptet, die Aufkleber mit der Aufschrift «Christus ist der Retter» und «Christus für mich» stellten eine Veränderung des Wagens dar, deshalb sei der Versicherungsschutz nicht gewährleistet.


kath.net

Die pensionierte britische Pfarrerin Wenna Parry hat wegen großflächiger Jesus-Aufkleber an ihrem Auto Schwierigkeiten mit der Versicherung. Diese habe angemerkt, dass die Aufkleber mit der Aufschrift «Christus ist der Retter» und «Christus für mich» eine Veränderung des Wagens darstellten und damit der Versicherungsschutz nicht gewährleistet sei, berichtet der britische Sender BBC am Sonntag.

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Diakonie-Präsident fordert bessere Palliativversorgung – wir pflegen euch zu Tode

Bild: tilly
Bild: tilly
Diakonie-Präsident Ulrich Lilie hat erneut eine mangelhafte palliative Versorgung in Krankenhäusern und Alteneinrichtungen beklagt.


evangelisch.de

Ein Nein zu organisierter Sterbehilfe beinhalte zugleich ein Ja zur Verbesserung der Sterbebegleitung, sagte Lilie am Sonntag in Schwerte.

Bundesweit stürben jährlich 800.000 Männer und Frauen in einer stationären Einrichtung, die Mehrheit von ihnen nach einer längeren Behandlungs- und Pflegephase, sagte Lilie auf einer Tagung der Evangelischen Akademie Villigst: „Der Tod wird so unsichtbar, er wird delegiert an medizinische und pflegerische Einrichtungen.“ Dem gegenüber stehe jedoch ein deutlicher Mangel an qualifizierten Fachkräften, der weiter steigen werde. Hinzu komme eine Unsicherheit bei vielen Haus- und Heimärzten. Noch immer gebe es Ärzte, die aus Angst, die Patienten könnten abhängig werden, kein Morphium zur Schmerzstillung verabreichen wollen, sagte Lilie.

Eine flächendeckende Versorgung mit Hospizen und Palliativstationen sei wirtschaftlich nicht machbar, gab der Diakonie-Präsident zu bedenken. Deshalb sollten die Erkenntnisse der Palliativmedizin stärker in die Einrichtungen der stationären Altenhilfe hineingetragen werden.

Auswanderung aus Israel: „politische und soziale Klaustrophobie“

Bild:  phhesse/flickr
Bild: phhesse/flickr
Ein Teil der säkularen und liberalen jungen Generation ist frustiert von den gegenwärtigen Realitäten des Landes


Von Martin Hoffmann|TELEPOLIS

Israels ehemaliger Ministerpräsident und Verteidigungsminister Ehud Barak nannte das Land einst „eine Villa im Dschungel“ des Nahen Ostens. Die blutigen Umwälzungen der vergangenen Jahre in Israels unmittelbaren Nachbarländern, allen voran der andauernde Bürgerkrieg in Syrien, scheinen Baraks Metapher Recht zu geben.

Dennoch ist ein wachsender Teil der jungen Generation unzufrieden mit der Situation im Land und spielt mit dem Gedanken auszuwandern. Laut einer Umfrage der Tageszeitung Haaretz ziehen fast 40% der jungen Israelis in Erwägung, das Land zu verlassen, sollte sich ihnen die Gelegenheit dazu eröffnen.

Im vergangenen Jahr schlug eine Kampagne, die Israelis zur Auswanderung nach Berlin aufrief, hohe Wellen im Land. Initiator der Kampagne war der 25jährige Israeli Noar Yarkis, der vor gut einem Jahr mit seiner Familie nach Berlin umzog. Seine Argumentation war eindeutig: Er fotographierte die Rechnung seines Supermarkt-Einkaufs in Berlin und stellte den Kassenzettel in die sozialen Netzwerke. In Israel, wo die Lebenshaltungskosten verglichen mit anderen westlichen Ländern extrem hoch sind, fand die Aktion binnen kurzer Zeit viel Zustimmung in den sozialen Netzwerken.

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„Charlie Hebdo“ unterbricht Erscheinen

Bild. Charlie Hebdo
Bild. Charlie Hebdo
Die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ unterbricht ihr Erscheinen auf unbekannte Zeit. Grund sei die völlige Überlastung der Redaktion, so eine Sprecherin.


Von Tatjana Kerschbaumer|DER TAGESSPIEGEL

Die Ausgabe der französischen Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ nach dem Anschlag auf ihre Redaktion, Nummer 1179, erreichte eine Auflage von über sieben Millionen Stück. Nummer 1180, die diesen Mittwoch am vierten Februar erscheinen müsste, liegt nun weder dann noch eine Woche später am Kiosk. Wie die italienischen Tageszeitungen „Corriere della Sera“ und „La Repubblica“ übereinstimmend berichten, gibt es derzeit kein Erscheinungsdatum für die nächste „Charlie Hebdo“-Ausgabe.

Die Redaktion habe beschlossen, die Publikation zu unterbrechen.

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Afghanische Weber zeigen US-Drohnen auf ihren Teppichen

drohnen_teppichWer an handgewebte Teppiche aus dem Orient denkt, denkt an Farbenpracht. An verschlungene florale Muster. An Teppiche aus Tausendundeiner Nacht eben.


Von Susanne Klaiber|Huffington Post

Die Realität der Länder im Nahen Osten hat wenig märchenhaftes. Sie ist in vielen Ländern geprägt von Armut und Krieg. Und genau das findet sich inzwischen auch auf den Teppichen wieder: Helikopter, Panzer, Gewehre, Drohnen.

Der US-amerikanische Sammler und Händler Kevin Sudeith zeigt auf seiner Internetseite „warrug.com“ solche Teppiche, die hauptsächlich in Afghanistan gewebt werden.

Gewalt auf dem Teppich

Bis zur Invasion der Sowejts in Afghanistan 1979, so schrieb das Magazin „Forbes“ seien mit Schwertern bewaffnete Reiter das martialischste Motiv gewesen. In den 80er-Jahren wurde die Kriegsmotive dann verbreiteter.

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Mike Huckabee: Gay marriage offends Christians the same way Muslims think dogs are unclean

Mike Huckabee speaks to CNN (screen grab)
Possible Republican presidential candidate Mike Huckabee on Sunday argued that Christians could have “gay friends,” while still opposing marriage equality because it was a biblical principle.


By David Edwards|Raw Story

During an interview on CNN, Huckabee refused to say whether he thought homosexuality was a choice because he said that the bigger issue was how the law was being changed to legalize same-sex marriage.

“We don’t change law because some people in a black robe decided the fact that they don’t like the fact that 70 and in some cases 80 percent of a state’s population have affirmed natural law marriage,” the former Arkansas governor opined.

But Huckabee said that gay people could “be his friend” even if he disagreed with their sexuality.

“I don’t drink alcohol, but, gosh, a lot of my friends — maybe most of them — do,” he explained. “You know, I don’t use profanity, but believe me, I’ve got a lot of friends who do. Some people really like classical music and ballet and opera, it’s not my cup of tea. I would like think there’s room in America for people to have different points of view without screaming, shouting, wanting to shut their business down.”

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Missbrauchsskandal: Unter Korpsgeistern

missbrauch_katholVor fünf Jahren wurde der Missbrauchsskandal öffentlich. Nun beleuchtet ein Kinofilm die kirchlichen Strukturen, die ihn begünstigten. Ein Gespräch über beschädigte Eliten und falsch verstandene Solidarität.


ZEIT ONLINE

Frage: Sie waren Priesteramtskandidat. Dann warfen Sie alles hin und wurden Filmemacher. Ihr erster Spielfilm handelt nun vom Umgang der Kirche mit dem Thema Missbrauch. Warum kommen Sie von der Kirche nicht los?

Gerd Schneider: Sie gehört zu meinem Leben. Als ich an die Filmhochschule ging, kehrte ich ihr nur scheinbar den Rücken. Ich fing an, alles zu hinterfragen, meinen Glauben, meinen Blick auf Kirche, mein Selbstverständnis.

Frage: Wie haben Sie sich als angehender Priester gesehen?

Schneider: Wir hatten alle das Gefühl, Teil einer Elite zu sein, Mittler zu sein zwischen Mensch und Gott. Wir waren ein bisschen wie Soldaten. Wir gehorchten Befehlen und waren stolz auf den Korpsgeist unserer Truppe. Irgendwann hatte ich keine Kraft mehr, weil ich mich nicht mehr damit identifizieren konnte. Da habe ich etwas anderes gemacht.

Frage: In Ihrem Film Verfehlung ist der Korpsgeist genau das Problem: Dominik, ein Priester, hat sich an zwei Teenagern vergangen. Sein Mitbruder Jakob will die Sache aufklären und scheitert an einer Institution, die vor allem mit sich selbst und nicht mit den Opfern solidarisch ist. Ist das typisch katholisch?

Schneider: Nein. Eine derart verzerrte Wahrnehmung liegt in der Natur von Systemen. Da unterscheidet sich die Kirche kaum von einer Investmentbank, die sich keiner Schuld bewusst ist, wenn sie Milliarden verzockt.

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These Parents Oppose Vaccines for Reasons That Should Disturb Us All

Image: Friendly Atheist
In a very disturbing story in the New York Times, we hear the perspectives of several parents who refuse to vaccinate their kids — and put everyone else at risk — for reasons that make no sense or just don’t exist:


By Hemant Mehta|FriendlyAtheist

“There is absolutely no reason to get the shot,” said Crystal McDonald, whose 16-year-old daughter was one of 66 students sent home from Palm Desert High School for the next two weeks because they did not have full measles immunizations.

After researching the issue and reading information from a national anti-vaccine group, Ms. McDonald said she and her husband, a chiropractor, decided to raise their four children without vaccines…

They had me at chiropractor.

Missy Foster, 43, said she had not vaccinated her daughter, Tully, who is now 18 months old, against measles because of concern that the M.M.R. vaccine — which stands for measles, mumps and rubella, or German measles — might be associated with autism.

“It’s the worst shot,” she said, with tears in her eyes. “Do you want to wake up one morning and the light is gone from her eyes with autism or something?”

As the article makes clear, there’s no evidence of that vaccine/autism link. None. Never had been.

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