Das Licht des Westens strahlt noch immer hell


usaAttentate wie das auf „Charlie Hebdo“ oder der 11. September stellen unsere Werte in Frage. Der Historiker Heinrich August Winkler belegt jetzt, wie Freiheit als Role Model trotzdem attraktiv ist.


Von Richard Herzinger|DIE WELT

Als am 11. Januar in Paris und anderen französischen Städten dreieinhalb Millionen Menschen für die Verteidigung der Ausdrucksfreiheit gegen den islamistischen Terror auf die Straße gingen, wurde eindrucksvoll offenbar, was die oft beschworenen und häufig ideologiekritisch geschmähten „westlichen Werte“ tatsächlich bedeuten. Wie kostbar die Freiheiten sind, die durch sie verbürgt werden, kommt erst vollständig zum Bewusstsein, wenn sie ausgelöscht zu werden drohen.

Der vierte und abschließende Band von Heinrich August Winklers „Geschichte des Westens“, der die „Zeit der Gegenwart“ von 1991 bis 2014 behandelt, hätte zu keinem passenderen Zeitpunkt erscheinen können. Flüssig präsentierte Faktenfülle verbindet sie mit tiefgründiger historischer Analyse. Sie fundiert damit begrifflich, was der Aufschrei der Millionen gegen den terroristischen Angriff auf die Fundamente der westlichen Werteordnung gleichsam instinktiv ausdrückte: Westliche Werte sind weit mehr als eine Floskel in feierlichen Politikerreden.

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