Frau Mund, würde Jesus bei Pegida laufen?


Heidi Mund, hier im US-Fernsehen, organisiert Pegida in Frankfurt am Main Foto: CBN News / YouTube
Die Christin Heidi Mund organisiert Pegida-Kundgebungen in Frankfurt – zum Verdruss der dortigen Evangelischen Allianz. In pro erklärt sie, welche Flüchtlinge sie in Deutschland möchte und was sie ihren Feinden wünscht.


pro Medienmagazin

pro: Der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Michael Diener, hat im pro-Interview erklärt, dass Christen nicht bei Pegida demonstrieren sollten. Sie sind Christin und organisieren Pegida in Frankfurt.

Heidi Mund: Michael Diener hat nicht das Recht, Christen eine solche Anweisung auszusprechen. Jeder Christ muss das einzeln für sich entscheiden. In Dresden demonstrieren bei Pegida größtenteils normale Leute. Christen sollten dabei sein, um sich einzumischen und dem Ganzen eine positive Richtung zu geben. Die Themen von Pegida sind für Christen relevant.

pro:Viele Christen setzten sich aus christlicher Überzeugung gegen Pegida ein. Können Sie deren Perspektive verstehen?

Heidi Mund: Die Frau eines bekannten Pastors hat gegen unsere Kundgebung demonstriert und mich dabei als „Nazi“ beschimpft. Das ist kein geschwisterlicher Umgang miteinander, vielmehr sollte das persönliche Gespräch gesucht werden. Bei vielen der Pegida-Gegner frage ich mich, ob sich diese Menschen ernsthaft mit der Thematik auseinandergesetzt haben. Einige glauben, Pegida sei rechtsextrem oder nationalsozialistisch. Das ist auch teilweise die Schuld der Medien, die sehr einseitig berichten. Ich rate allen Christen, sich auch jenseits der Massenmedien zu informieren. Es ist wie beim Thema Israel: Wenn ich nur das wüsste, was die deutschen Medien über Israel behaupten, wäre ich möglicherweise keine Freundin Israels. Die Realität ist aber eine andere.

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