Vatikan – Schönheits-OPs sind „Burka aus Fleisch“


hailmaryMit einem provokanten Vergleich hat der Päpstliche Kulturrat einiges Aufsehen erregt. Neben dem Dokument an sich spielt auch eine italienische Sexbombe eine zentrale Rolle.


Von Teresa Nauber|DIE WELT

In Rom hat man die Frauen für sich entdeckt. Der Päpstliche Kulturrat widmet sich der „Kultur der Frau“ und hat dazu gerade ein Papier veröffentlicht, das – nunja – nicht ganz so gut ankam. Schönheits-OPs, heißt es dort, richteten sich aggressiv gegen die weibliche Identität und „amputierten“ die Ausdrucksmöglichkeiten des Gesichts. Soweit, so harmlos. Als „prägnant“ bezeichnet der Rat dann aber den Vergleich von ästhetischer Chirurgie mit einer „burqa di carne“, einer „Burka aus Fleisch“. Soweit, so provokant. Richtig merkwürdig wird die Geschichte erst durch ein Ende Dezember von demselben Kulturrat veröffentlichtes Video, das eine italienische Sexbombe mit offensichtlich „verschönertem“ Gesicht zeigt, die Frauen dazu auffordert, unter dem Hashtag #lifeofwomen Selfies zu posten. Wie die „Huffington Post“ berichtet, war dem zuständigen Kardinal die ganze Angelegenheit bei der Pressekonferenz dann auch ein bisschen peinlich.