«Drei-Eltern-Baby»: Deutsches Episkopat fortschritts-und wissenschaftsfeindlich


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DBK-Pressesprecher Kopp: Die Methode stellt extremen Eingriff in die Genetik eines Menschen darstellt, die seine genetische Identität tangiert, deren Auswirkungen bis heute nicht klar sind».


kath.net

Die katholischen Bischöfe in Deutschland haben das Votum des britischen Unterhauses zur Freigabe eines neuen reproduktionsmedizinischen Verfahrens scharf kritisiert. Die unter dem Schlagwort «Drei-Eltern-Babys» firmierende Methode sei «nicht hinnehmbar, da sie einen extremen Eingriff in die Genetik eines Menschen darstellt, die seine genetische Identität tangiert, deren Auswirkungen bis heute nicht klar sind», erklärte der Sprecher der Bischofskonferenz, Matthias Kopp, am Mittwoch.

«Wenn der in Vitro erzeugte Embryo zudem der Präimplantationsdiagnostik unterzogen wird, sind Tür und Tor für eine Selektion zwischen lebenswerten und angeblich lebensunwerten Menschen geöffnet», so Kopp weiter. Auch der Weg zum Designerkind liege dann in Reichweite. «Wir müssen alles tun, damit das Verfahren aus Großbritannien keine Akzeptanz bei uns und weiteren Staaten Europas findet, da die Grenzen der genetischen Eingriffsmöglichkeiten ebenso wie die gespaltene Elternschaft und die Frage nach der Identität eines Menschen zur Debatte stehen.»

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