Ein Bischof, „GröFAZ“ und die Nazi-Keule


Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst (Bild: Wikimedia Commons/Medienmagazin pro)
Der Limburger Ex-Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst-lst (Bild: Wikimedia Commons/Medienmagazin pro)
Früher oder später kommt es heraus, was Presse an Fakten unterdrückt und an Meinungen manipuliert worden ist. Auch bei der FAZ, die sich zum Scharfmacher gegen die katholische Kirche gewandelt hat.


Von Prof. Wolfgang Ockenfels OP|kath.net

Seit einigen Monaten ist der politische Blutdruck, die Neigung zu moralischen Herzinfarkten und journalistischen Schlaganfällen, stark gestiegen. Noch vor der medialen Großoffensive gegen die Protestbewegung PEGIDA veröffentlichte die sogenannte „GröFAZ“, die sich mittlerweile an Polemik gewöhnt hat, am 15. 11. 2014 eine Rede von Frank-Walter Steinmeier, in der es heißt: „Wenn ich Journalist wäre, würde ich den Zustand der Verlags- und Medienbranche wahrscheinlich mit solchen Schlagzeilen beschreiben: ‚Voll auf die Presse – Journalismus in der Glaubwürdigkeitskrise‘; ‚Vor dem Bildschirm ist es duster – Werden Journalisten die Bergleute des 21. Jahrhunderts?‘; ‚Der Letzte macht das Licht aus – Massenentlassungen erschüttern Deutschlands Redaktionen‘“.

Wäre Herr Steinmeier Journalist, hätte er gewiss nicht solche selbstkritischen und treffenden Schlagzeilen erfunden. Als Außenminister bemüht er sich jedoch krampfhaft um die Reste der Reputation einer moribunden Presse, die er zur Aufmöbelung seiner Politik braucht. Die einstmals so „unaufgeregte“ und „unverkrampfte“ FAZ gehört inzwischen – wenigsten in Teilen ihrer Redaktion – zu den journalistischen Scharfmachern. Besonders dann, wenn es um die römisch-katholische Kirche geht. Freilich verlieren dieses Blatt und ähnliche Gazetten zunehmend die „Lufthoheit“ über die öffentliche Meinung. Denn es kommt früher oder später heraus, was an Fakten unterdrückt und an Meinungen manipuliert worden ist.

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1 Comment

  1. Ockenfels bringt die desolate Medienlansdchaft in Deutschland auf den Punkt und verweist auf das Internet als emanzipierende Alternative, denn es ist offenbar schlechter steuerbar. Ockenfels liefert eine lesenswerte Medien Analyse; kluger wenn wohl katholischer Kopf. 🙂

    Auch der Lepziger Medienwissenschaftler Uwe Krüger ist der „Meinungsmacht“, der „Deutungshoheit“ und der Infratsruktur „politischer Netzwerken“ in seiner Dissertation nachgegangen. Er hat aufgedeckt welche Medieninfrastruktur entscheidet, was wir Deutsche „amtlich wissen sollen“ und „was besser nicht“. 😉 Krüger’s Analyse hat die „ZEIT“ voll getroffen, die auch gereizt reagierte, weil ihre Unabhänigkeit ins Wanken gebracht wurde. Da man Thesen einer Dissertation schlecht angreifen kann, wenn akademisch Belege für ihre Richtigkeit erbracht wurden, hat sich die „ZEIT“ mit dem ZDF angelegt, das in der KlamaukSendung „Die Anstalt“ über Krüger’s Erkenntnisse berichtete. Erfreulicherweise sind die Hamburger Gerichte offenbar der Meinung, die „ZEIT“ darf weiterhin ausgelacht werden. 😉

    http://de.m.wikipedia.org/wiki/Uwe_Krüger

    Übrigens die tägliche „Propagandaschau“ nimmt sich vor allem der ÖR „Propaganda“ und des „Stastsfunks“ an, und trennt säuberlich“ „Was ist“ von dem, was wir als Bürger „Amtlich glauben sollen“.

    https://propagandaschau.wordpress.com

    Auch Ockenfels‘ Hinweis auf den Altmeister der Propaganda, Dr. Josef Goebbels ist bedenkenswert: “Das ist das Geheimnis der Propaganda: den, den die Propaganda fassen will, ganz mit den Ideen der Propaganda zu durchtränken, ohne dass er überhaupt merkt, dass er durchtränkt wird.” 😉

    Übrigens die Parteienstiftung der regierenden Radikal Rechten Ukrainischen „Swobada= Freiheits“ Partei, wichtiges Mitglied der Kiewer Regierung, hiess bis vor kurzem „Dr. Josef Goebbels Institut“, das sich mit der Übersetzung der Werke des NAZI Autsprechers ins Ukrainische beschäftigt. 😉 ….ob die Ereignisse aus der Ukraine vorher in dieser bräunlichen Brühe „durchdrängt“ werden, bevor sie uns als Nachrichten zu unserem Konsum freigegeben werden, wäre einer Untersuchung wert ? 😉

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