Islamischer Staat: Einblicke ins Schlachthaus


Bild: nationalreview.com
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  • Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) geht offenbar auch in den eigenen Reihen äußerst brutal vor. Das berichten Rückkehrer nach Deutschland, die sich dem IS angeschlossen hatten.
  • Etwa 600 Menschen sind aus Deutschland in den Dschihad gezogen. Ungefähr 200 sind inzwischen wieder zurückgekehrt.
  • Die Sicherheitsbehörden teilen die Rückkehrer in drei Kategorien ein: verroht, traumatisiert und desillusioniert. Von allen könnte eine Gefahr ausgehen. Sie werden ständig überwacht.
  • Der Verfassungsschutz in NRW hilft Rückkehrern, im Alltag wieder Fuß zu fassen.


Von Georg Heil, Hans Leyendecker und Georg Mascolo|Südddeutsche.de

Der Weg zum Islamischen Staat (IS) führt fast immer über die türkisch-syrische Grenze. Manchmal bei Nacht im Laufschritt über Hügel und durch aufgegebene Obstgärten. Manchmal im Auto – die Fahrt kann Tage dauern. In den Lagern werden die Brüder aus Deutschland schon erwartet. Es gibt Umarmungen und Pepsi-Cola. Am Anfang sind die vom IS meist ganz nett zu den Neuen. Das ändert sich manchmal ganz rasch. Die Bestialität der Terrormiliz macht bisweilen auch vor den eigenen Leuten nicht Halt, wie Befragungen und Vernehmungen deutscher Rückkehrer zeigen.

600 deutsche Islamisten sind nach Angaben der Behörden in den vergangenen Jahren in den Krieg gezogen, jeder sechste ist eine Frau. Etwa 200 der Syrienfahrer sollen inzwischen wieder zurückgekehrt sein. Wie gefährlich sind sie geblieben? Wie viele von ihnen sind geläutert? Niemand hat Erfahrung mit einer so großen Zahl von Islamisten, die im Krieg waren.

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