Mensch sein – ohne religiöse Etikettierung


welthumanistentag

Bisher empfinden wir uns besonders dann als Europäer, wenn wir uns von anderen abgrenzen. Wir brauchen eine positive europäische Identität – die Migranten einschließt.


Von Tanja Dückers|ZEIT ONLINE

Was Europa derzeit fehlt, ist ein neuer Identitätsbegriff. Bislang haben wir unsere europäische Identität in erster Linie über Abgrenzung konstruiert: wir sind nicht wie die Amerikaner, die Russen oder die Afrikaner. Statt sich zu einer Identität zu bekennen, haben sich Europäer nur gegen andere Nationen, Kulturen und zum Teil auch pauschal gegen nicht-christliche Religionen gerichtet.

Erinnern wir uns nur an die peinliche Leitkultur-Debatte. Sie hat es Migranten nicht leicht gemacht, sich diesem merkwürdigen, sich ständig selbst spiegelnden Goethe-und-Dieter-Bohlen-Land in der Mitte Europas zugehörig zu fühlen. Dabei wurden Trennlinien zwischen Christen und Muslimen gezogen, ungeachtet der Tatsache, dass in Deutschland mittlerweile fast die Hälfte der Menschen keiner der beiden großen christlichen Kirchen angehört. In Berlin leben mehr Muslime als Katholiken.

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2 Comments

  1. intensive Religiöse Menschen leben ,denken und handeln auch anders,bekommt das Fr. Drückers auch mit!?Selber möchte ich keinesfals bei den Muslims „unterkommen“!

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